Wacker Neuson widerruft Umsatzprognose

Vor kurzem erst veröffentlicht Wacker Neuson ihre rekordverdächtige Umsatzprognose für das erste Quartal 2020. Corona macht dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung.

Die andauernde Covid-19 Pandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen von Staaten, Institutionen und Unternehmen wirken sich zunehmend negativ auf das Geschäft der Wacker Neuson Group aus. Insbesondere gegen Ende des ersten Quartals trübte sich das Geschäftsumfeld in einigen Regionen verstärkt ein, in der ersten Aprilhälfte blieben Umsatz und Auftragseingang deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück. Der Vorstand hat daher beschlossen, die am 16. März 2020 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückzunehmen.

Derzeit ist nicht verlässlich abzusehen, wie sich die Pandemie auf die weitere Nachfrage der Kunden, die Verfassung der globalen Lieferketten sowie die Produktionsleistung des Konzerns auswirken wird. Es ist dem Vorstand daher derzeit nicht möglich, eine hinreichend belastbare, konkrete neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abzugeben.

Erste Auswirkungen der Pandemie spiegeln sich in den Geschäftsergebnissen des ersten Quartals 2020 wider: Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen erreichte der Konzern einen Umsatz von 411 Mio. Euro, was einem Rückgang von rund 6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (Q1/19: 435 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 29 Mio. Euro zurück (Q1/19: 31 Mio. Euro), die EBIT-Marge war mit 7,0% leicht rückläufig (Q1/19: 7,1%). Das Periodenergebnis lag mit rund 6 Mio. Euro hingegen deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (Q1/19: 21 Mio. Euro).

Ursächlich waren im Wesentlichen negative Bewertungseffekte im Zusammenhang mit konzerninternen Darlehen. Insbesondere die deutlichen Abwertungen der Währungen einiger Länder, deren Volkswirtschaften stark von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten abhängen, wirkten sich hier aus. Im Vorjahreszeitraum hatten positive Bewertungseffekte überwogen.

Um den Konzern bestmöglich auf die derzeitige Situation einzustellen, hat der Vorstand bereits in den letzten Wochen Produktionsprogramme reduziert und Werksferien vorgezogen. Des Weiteren setzt der Konzern verschiedene Modelle der Kurzarbeit ein. Daneben wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu senken und die Liquidität abzusichern.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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