Viessmann hat Hexis verkauft

Viessmann wollte die Hochtemperatur-Brennstoffzellen-Tochter Hexis zusperren. Nun hat eine indische Gruppe das gut 30-Mann starke Team übernommen.

Viessmann hat Mitte März 2020 bekanntgegeben, dass die für die Erzeugung von SOFC-Brennstoffzellengeräte verantwortliche Konzerntochter Hexis geschlossen wird. Nun hat sich das Blatt überraschend gewendet, Hexis wurde an das Dresdner Hightech-Unternehmen mPower verkauft. Die Verträge beinhalten auch die künftige Zusammenarbeit von Hexis mit dem bisherigen Eigentümer bei der Lieferung von SOFC-Brennstoffzellenmodulen. Wie Viessmann angekündigt hatte, setzt das Familienunternehmen auf die Systemintegration der Module in die eigenen Energiesysteme. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Hinter der mPower steht der indische Geschäftsmann Siddharth R. Mayur, der auch die h2e Power Systems gegründet hat. Das Unternehmen mit Sitz in Pune, Indien und New York, hat es sich zum Ziel gesetzt, Brennstoffzellensysteme in Indien zu produzieren und zu integrieren und integrierte, effiziente Stromversorgungslösungen zu etablieren.“Mit der Übernahme von Hexis haben wir nicht nur ein großartiges Team bekommen, sondern auch eine sehr starke Basis, um Produkte von Weltklasse zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln“, so Mayur. Und er fügt hinzu: „Mit Viessmann haben wir einen großartigen Partner und einen künftigen Ankerkunden. Neben dem Immobilien-, Gewerbe- und Öko-Wasserstoffmarkt wollen wir das Hexis-Produktportfolio auf Anwendungen in den Bereichen Landwirtschaft, Öl und Gas sowie Telekommunikation ausweiten. Mit unserer sozialen Vision, dem deutschen und schweizerischen Ingenieurwesen und dem indischen Unternehmertum wollen wir das erste wirklich globale SOFC-Unternehmen aufbauen.“

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