Baukonzern Implenia vor der Zerschlagung?

Eine Aktionärsgruppe fordert die Aufspaltung des Schweizer Bauriesen Implenia in einen losgelösten Immobilienentwickler und separate Baueinheiten mit jeweiligem Börsengang.

Der Schweizer Baukonzern Implenia ist im Streit mit einer oppositionellen Gruppe von Investoren, die das Unternehmen aufspalten und Teile des Verwaltungsrats auswechseln möchte. Vor allem die Investorengruppe Veraison fordert schon seit einiger Zeit die enttäuschende Bausparte solle von der florierenden Entwicklungsdivision getrennt werden. Veraison hält selbst nur etwa zwei Prozent an Implenia. Doch erhält die Aktionärsgruppe die Unterstützung des Implenia-Großaktionärs Max Rössler und seiner Parmino Holding. Gemeinsam halten die beiden Aktionäre rund 18,1 Prozent der Anteile. Die Aktien haben im Jahresvergleich etwa 50 Prozent an Wert verloren – aufgrund der schlechten Performance des Bausektors, wie die Aktionäre behaupten. Anfang der Woche gerieten die Gespräche über eine außerordentliche Generalversammlung zur Aufspaltung Implenias ins Stocken und wurden letztlich von den Investoren abgebrochen, wie verschiedene Schweizer Medien berichteten.

In Österreich hat die Implenia jüngst ihr Engagement vor allem im Baubereich verstärkt. In der Immobilienentwicklung sei man in Österreich derzeit nicht tätig, so das Unternehmen auf Building Times Anfrage. Die von der Aktionärsgruppe geforderte Aufspaltung betreffe Implenia jedoch „als gesamte Gruppe, zu der auch das Österreich-Geschäft gehört“, so die Stellungnahme. Die Österreich-Umsätze wollte der Konzern auf Anfrage nicht bekannt geben.

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