Solarthermie: Trendwende nach 12 Jahren

Die Verkaufszahlen bei Solarwärme haben im Vorjahr kräftig zugelegt, wie die Erhebung des Verbandes Austria Solar zeigt. Im Jahr 2021 wurde um 12 Prozent mehr Solarfläche errichtet als im Jahr davor.

Lange Zeit herrschten Frust und Verluste, nun ist die Wende eingetreten. Die Solarfirmen meldeten für das Jahr 2021 ein Verkaufsplus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Nach zwölf Jahren zeigt sich erstmals eine deutliche Kehrtwende am Markt“, sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Ein Grund für das Marktwachstum sind solare Großanlagen, die letztes Jahr in Betrieb gegangen sind. „Bei der Fernwärme und in Industriebetrieben sind in Kärnten und der Steiermark im Vorjahr drei Megawatt-Anlagen mit insgesamt fast 10 000 Quadratmetern Fläche errichtet worden“, so Hackstock.

Bei privaten Kleinanlagen machen sich wiederum die Preissteigerungen bei Öl und Gas bemerkbar. „In Österreich werden jährlich 220 Millionen Liter Öl und 240 Millionen Kubikmeter Erdgas für die Warmwasserbereitung verbrannt, das merken die Menschen jetzt auch in der Geldbörse“, so Hackstock. „Wenn alle Haushalte auf die Sonne umsteigen würden, könnte der Heizöl- und Erdgasverbrauch für Warmwasser in Österreich sofort mehr als halbiert werden“, rechnet Hackstock vor. In fast allen Bundesländern gibt es Förderungen, die höchste in Tirol mit maximal 4.200 Euro, wenn man mit der Sonne heizt.

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