Rekord bei Stromanbieter-Wechsel

Knapp 213.500 Strom- und Gaskunden suchten sich in der ersten Jahreshälfte 2019 einen neuen Energielieferanten. Das ist der höchste Halbjahreswert seit der Liberalisierung 2001.

Wie aus der neuen Marktstatistik der Energieregulierungsbehörde E-Control hervorgeht haben heuer in der ersten Jahreshälfte knapp 213.500 Strom- und Gaskunden – sowohl Haushalte als auch Unternehmen – ihren Lieferanten gewechselt. „Das sind die höchsten Werte seit der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte 2001 und 2002“, zieht der Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, Bilanz. Bei Strom liegt die Zahl der Wechsler im ersten Halbjahr bei etwas mehr als 165.100. Den Gaslieferanten wechselten knapp 48.400 Kunden.

Am häufigsten wechselten die Oberösterreicher, und das zum wiederholten Male. So suchten sich in Oberösterreich bei Strom 4,1 Prozent, bei Gas 5,6 Prozent neue Lieferanten. Am zweithäufigsten wechselten die Niederösterreicher. „Am seltensten wechselten die Vorarlberger und zwar mit einer Wechselrate von 1,1, Prozent bei Strom und 1,7 Prozent bei Gas“, so Urbantschitsch.

Die meisten Energielieferanten haben in den letzten Monaten ihre Strom- oder Gaspreise erhöht, einige haben Erhöhungen für die kommende Zeit angekündigt. Derzeit spart sich ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom im ersten Jahr bis zu 220 Euro inklusive Neukundenrabatt und rund 125 Euro ohne Neukundenrabatt. Bei Gas beträgt die Ersparnis bei einem Durchschnittsverbrauch von 15.000 Kilowattstunden im Jahr bis zu rund 650 Euro inklusive Neukundenrabatt und ohne Neukundenrabatt bis zu 290 Euro.

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