Rehau sperrt Werk zu

Das Werk Neulengbach wird geschlossen. Mikrokabelrohre werden künftig in Osteuropa produziert.

Im Jänner 2019 hatte Rehau bereits 64 Jobs an den Standorten Neulengbach und Guntramsdorf gestrichen. Nur ein Jahr später folgt die nächste Hiobsbotschaft: Rehau sperrt das Werk Neulengbach (NÖ) ganz zu und verlagert die Produktion von Österreich nach Osteuropa. Insgesamt 113 Mitarbeiter sind in den nächsten zwei Jahren betroffen. Ein umfangreicher Sozialplan mit sozialen Absicherungsmaßnahmen wurde verabschiedet.

Der Bereich Mikrokabelrohr habe sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Die Ergebnisse bei Rehau blieben zuletzt aber deutlich hinter den Erwartungen zurück, so das Unternehmen. Man werde aber am Marktsegment festhalten. „Weder das Produkt Mikrokabelrohr noch unsere hohen Qualitätsstandards stellen wir infrage. Eine wettbewerbsfähige Produktion ist aber die Voraussetzung, um am Markt erfolgreich agieren zu können. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Produktion von Mikrokabelrohren mit Ende 2021 nach Osteuropa zu verlegen“, so Roger Schönborn, Mitglied der Rehau Gruppengeschäftsleitung und Leiter der Division Building Solutions.

Die Standorte in Guntramsdorf und Linz mit rund 140 Mitarbeitern werden sich weiterhin in den Divisionen Furniture Solutions, Industrial Solutions, Window Solutions und Building Technologies mit Ideen für den Heimmarkt sowie Südosteuropa und teilweise auch EMEA befassen.

Die Rehau-Gruppe erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 3,5 Milliarden Euro. Rund 20.000 Mitarbeiter sind weltweit für das Unternehmen an über 170 Standorten tätig.

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