Reed Messe schlankt kräftig ab  

Corona bringt Österreichs größten Messeveranstalter in Not. Etwa ein Viertel des Personals muss gehen und das Messeportfolio wird deutlich reduziert.

Die Londoner-Zentrale von Reed Exhibitions, Österreichs größtem Messeveranstalter, zieht die Corona-Reißleine. 90 Mitarbeiter werden entlassen und das eigene Messeportfolio massiv ausgedünnt, so ein Bericht der Salzburger Nachrichten. Die Reed-Gruppe beschäftigt eigenen Angabe zufolge an den Standorten Wien, Salzburg und Düsseldorf rund 390 Mitarbeiter. Der Pandemie-bedingte lange Stillstand des Messegeschehens und die schon davor deutlich spürbare Messemüdigkeit der Aussteller zwinge zum Handeln, so Reed. Es führe kein Weg an der strategischen Neuausrichtung vorbei, sagte Benedikt Binder-Krieglstein, Vorsitzender von Reed Exhibitions Österreich, der Zeitung. Reed Exhibitions wolle sich künftig auf die größeren Messeformate wie die „Alles für den Gast“, die „Hohe Jagd & Fischerei“ oder die „Bauen + Wohnen Salzburg“ konzentrieren, so die Ansage.

Lizenzen für kleine Messen

Für die rund 30 kleineren Messen werden Lizenzen vergeben. Neun Messen werde in Zukunft von der neugegründete Austrian Exhibition Experts GmbH übernommen. Hinter der Gesellschaft stehen Nikolaus Pelinka, Rudi Kobza und Markus Grießler. Der Lizenzvertrag mit Reed Exhibitions Österreich läuft vorerst vier Jahre. Aus vertragsrechtlichen Gründen gibt es derzeit keine weiteren Informationen zu den einzelnen Lizenzmessen, so Reed-Pressesprecher Paul Hammerl gegenüber Building Times.

Ein Mann ist schon vor der nunmehrigen Entlassungswelle gegangen: Oliver-John Perry, bislang Leiter Marketing Communications bei Reed, ist seit Juli Mediensprecher von Peter Hanke, dem Wiener Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

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