Redl Bau klettert höher

Das Linzer Bauunternehmen baut seine Industriekletterabteilung aus. Heuer sind bis zu 30 Industriekletterer im Einsatz - doppelt so viele wie im Vorjahr.

Redl Bau aus Linz ist das einzige Unternehmen in Österreich, das eine eigene Industriekletterabteilung in eine Baufirma integriert hat. Jetzt wird dieser Geschäftsbereich aufgrund der großen Nachfrage und Vorteile deutlich ausgebaut: Heuer werden in der Hochsaison bis zu 30 bestens ausgebildete Industriekletterer im Bereich der Höhenarbeiten im Seil tätig sein, eine Verdoppelung der Kapazitäten gegenüber 2019.

Die in diesem Bereich angebotenen Dienstleistungen reichen über Baumeisterarbeiten weit hinaus. Spengler- und Schlosserarbeiten an schwer zugänglichen Objektbereichen führt das Industriekletterteam der Redl Bau ebenso aus wie Spezialreinigungen von Objekt- und Fassadenflächen in lichten Höhen und engsten Tiefen. Auch in der Natur spielen Industriekletterer ihre Stärke aus, um Verkehrswege vor drohenden Stein- und Felsstürzen zu sichern oder ihre Arbeit in tiefen Schächten zu verrichten. „Die Vorteile liegen auf der Hand: In Bereichen, wo Kräne, Steighilfen und Gerüste an Ihre Grenzen stoßen, beginnt die Welt des Industriekletterns. Dabei werden nicht nur Kosten, Zeit und Nerven gespart, sondern auch Lärmbelästigung oder Flurschäden gänzlich vermieden“, betont Geschäftsführer Baumeister Günther Wiesmeier.

 Umfassender Einsatzbereich

Begonnen hat alles vor 15 Jahren mit der Spechtlochsanierung. Inzwischen erledigen die Industriekletterer von Redl sämtlich Sanierungs-, Instandhaltungs- und Inspektionsarbeiten in Höhen bis zu 150 Meter oder Arbeiten in engen Räumen und Schächten bis zu 30 Meter Tiefe.  „Egal wie Hoch, Tief oder Komplex ein Gebäude ist, wie unüberwindbar Naturlandschaften sich darstellen, wir können mittels mondernster Seiltechnik, rasch die jeweils notwendige Arbeitsposition erreichen“, so Redl-Bau Bereichsleiter Gerold Gassner. Die Architektur bringt dem Unternehmen stets neue Aufgaben. „Vielfach wird bei der Planung von Gebäuden nicht darauf geachtet, wie bestimmte Bereiche wie beispielsweise hohe Glaskuppeln gereinigt oder Instand gehalten werden können“, weiß Gerold Gassner. Daher ist es sinnvoll, bereits bei der Planung auf die Erfahrung der Industriekletterer zurückzugreifen.

Kleiner Spezialist

Redl Bau mit Sitz in Linz ist im Bereich der Altbau- und Wasserschadensanierung erfolgreich und konnte 2019 einen Umsatz von 14 Millionen Euro erzielen. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 80 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr auf über 2.000 Baustellen tätig waren.

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