Porr lässt UK fallen

Der Baukonzern zieht die Brexit-Konsequenz und zieht sich schrittweise aus Großbritannien zurück.

Die aktualisierte Konsolidierungsstrategie der Porr sieht einen Rückzug aus Großbritannien vor. „Großbritannien weist für die Porr aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit und politischen Situation zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Potenziale auf“, so der Porr-CEO Karl-Heinz Strauss auf Nachfrage von Building Times. Deshalb würde man sich abseits vom bereits laufenden Ausschreibungsverfahren für eine Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung für keine neuen Projekte bewerben. Derzeit arbeitet die Porr Niederlassung UK am Projekt Humber Crossing, das 2020 fertiggestellt wird.

Die Halbjahreszahlen der Porr AG sind übrigens prächtig. Mit 7,6 Milliarden Euro weist der Baukonzern einen Rekord-Auftragsbestand auf, ein Plus von 16,4 Prozent im Vergleich zum Vergleichszeitraum in Vorjahr. Zudem lag das EBITDA im ersten Halbjahr 95,4 Millionen Euro (+31,8 Prozent). Lediglich der Umsatz ging leicht auf 2,187 Milliarden zurück (-1,9 Prozent).
Die Produktionsleistung im ersten Halbjahr 2019 belief sich auf 2,497 Milliarden Euro und wuchs somit moderat um 1,6 Prozent. Abermals trugen die Österreich, Schweiz sowie Deutschland zum Leistungswachstum bei, während sich International das Auslaufen einiger Großprojekte im Vergleich zum Vorjahr auswirkte.

Die Porr AG ist seit April 2016 in Großbritannien mit einer Niederlassung in London vertreten. Wie viele Mitarbeiter dort tätig sind und welche Bauleistung zuletzt erzielt wurde, gibt der Konzern nicht bekannt.

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