Ochsner verdoppelt Produktionskapazität

Der Standort in Haag wird gestärkt. Ochsner baut eine zusätzliche Halle und neue Fertigungslinien. Investiert wird ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag.

Der Wärmepumpen-Hersteller Ochsner setzte den ersten Spatenstich für drei neue Bauabschnitte am Unternehmensstandort Haag an. Die Neubauten sind ein wichtiger Bestandteil des Expansions- und Standortkonzepts, mit dem sich das Unternehmen auf das anhaltende Nachfragewachstum nach Wärmepumpen einstellt. Mit einer Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich baut Ochsner eine neue Lager-Logistik und eine Produktionshalle für bis zu drei komplette Wärmepumpen-Montagelinien. „Wir werden die Effizienz der Produktion und die Qualität unserer Produkte noch einmal deutlich steigern und damit nicht nur das Volumen erhöhen, sondern auch die Lieferzeiten verkürzen“, erklärt Karl Ochsner, geschäftsführender Gesellschafter in fünfter Generation. Durch das neue Automatisierungskonzept kann die Produktion im Einschichtbetrieb von derzeit rund 10.000 auf bis zu 20.000 Wärmepumpen jährlich ausgeweitet werden.

Von der Insel- zur Fließfertigung

Mit der Erweiterung erfolgt die Umstellung der Produktion von der Insel- zur Fließfertigung, Ochsner fertigt nach dem Modell der Mixed Production in der „One-Piece-Flow“-Methode. „Die parallel geplante Teilautomatisierung der Lager-Logistik sichert den Nachschub für die Produktion und ermöglicht einen schnelleren Warenumschlag“, erklärt Ochsner Geschäftsführer Marco Schäfer. Auch die regionale Wertschöpfung erhöht sich, da kleine regionale Zulieferer besser eingebunden werden können.

Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen

„Die größte Einzelinvestition unserer Unternehmensgeschichte schafft die Voraussetzungen, um unsere ambitionierten Wachstumsziele von 10 Prozent im Jahr realisieren zu können“, sagt Karl Ochsner. In den letzten fünf Jahren sei das Unternehmen um 69 Prozent gewachsen und habe heute eine Exportquote von 75 Prozent, berichtet er. Zu klein geworden ist deshalb auch das Verwaltungsgebäude. „Wenn die neuen Produktionslinien und der Logistikbereich laufen, werden wir voraussichtlich 2022/23 in den Ausbau des Bürogebäudes nochmals einen Millionenbetrag investieren“, sagt Karl Ochsner. Die Inbetriebnahme der neuen Hallen ist rechtzeitig zur Wintersaison 2021/2022 geplant. In der Vorplanung ist bereits eine weitere Halle zur Fertigung von Wärmepumpen für Großgebäude sowie für die Industrie-Prozesstechnik.

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