Vakuum für die Bauindustrie

Das steirische Unternehmen Bublon möchte mit den Bublon Spheres neue Maßstäbe setzen.

„Wir liefern Vakuum und die Hülle ist Perlit“, erklärt Michael Wimmer, der Geschäftsführer der Bublon GmbH. Die steirische Firma, beheimatet in Gleisdorf, ist eine Tochter des Maschinen- und Anlagenbauers Binder+Co AG. Bublon Spheres und Microspheres werden durch thermische Expansion des natürlichen Rohstoffes Perlit hergestellt. Sie haben einen Durchmesser zwischen 0,1 Millimeter und 1,5 Millimeter.

Haupteinsatzgebiet der Bublon Spheres ist derzeit noch die Baustoffindustrie, wo die hohe Dämmwirkung und das geringe Gewicht für Dämmputze, Mörtel, Fugenmassen, Fliesenkleber und auch Ziegel gefragt sind. „Die Post geht bei Ziegeln noch nicht unbedingt ab, das ist noch ein bisschen ein Zukunftsthema“, räumt Wimmer ein, auch wenn deutsche und österreichische Ziegelwerke bereits Anwender seien. „Wenn ich den Dämmwert des Ziegels erhöhen will, dann mit Befüllung“, so Wimmer. „Und wenn ich mich für eine mineralische Befüllung entscheide, dann mit Perlit“.

Derzeit beträgt die Produktionskapazität in Gleisdorf 3.000 Jahrestonnen, die Ende Oktober ausgelastet waren. Im Hoffnungsmarkt USA „geht es weniger um den Direktvertrieb als um den Verkauf ganzer Anlagen“, die Bublon herstellt. Diese kosten zwischen einer und eineinhalb Millionen Euro. Das gleiche gelte auch für den größten Markt, Deutschland, „wo wir viel vor uns haben“. Solcherart soll, laut Wimmer, „in nächster Zeit der Sprung in den zweistelligen Millionen-Umsatzbereich“ geschafft werden. Auch durch den verstärkten Einstieg in die Kunststoff-Industrie.

 

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