Künstliche Intelligenz: Wo steht Europa?

Die FEEI Digitalisierungsakademie gibt einen Ausblick und Status Quo zu Künstliche Intelligenz (KI) in Europas Wirtschaft und Industrie.

Der Auftakt zur neuen „Digitalisierungsakademie” des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) fand am 14. Oktober zum Thema „Künstliche Intelligenz: Der Europäische Weg“ statt. Künstliche Intelligenz sei die Zukunftstechnologie für den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa, so der Tenor. Ihr Wertschöpfungspotential in Österreich beläuft sich auf eine Wachstumsrate von drei Prozent des BIP bis 2035 durch den Einsatz von KI (im Vergleich: nur 1,4 Prozent wenn man KI nicht einsetzen würde).

Vorreiter im Bereich der Künstlichen Intelligenz scheinen dabei China und die USA zu sein, die aber in erster Linie im Bereich B2C aktiv sind. „Für Europa ist es möglich eine führende Position bei KI-Anwendungen im Industriesektor und im B2B-Bereich einzunehmen. Europa wird dies jedoch auf einem eigenen Weg bewerkstelligen müssen, der sich in Bezug auf die Datensammlung und -verarbeitung von jenen der USA und Chinas unterscheidet“, so Manfred Müllner, stellvertretender Geschäftsführer des FEEI. Der treibende Enabler für die Entwicklung und Implementierung von KI Technologien sei dabei die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie, denn ohne elektronische Komponenten sei Digitalisierung nicht möglich.

„In Europa haben wir heute die große Chance eine Führungsposition in Sachen Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, indem wir spezifisches Wissen, also sogenanntes Domänenwissen, mit Künstlicher Intelligenz verknüpfen“, so Andreas Kugi von der TU Wien. Denn es reiche nicht nur, große Datenmengen zu sammeln, entscheidend ist die Einordnung und Interpretation dieser Daten. Nur so erhalten diese Daten auch einen Wert den man sich für industrielle Anwendungen zu Nutze machen kann.

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