Josephinum will „back to the roots“

Um rund elf Millionen Euro soll bei der Josephinum-Sanierung in erster Linie der ursprüngliche Originalzustand wiederhergestellt werden.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) saniert das Josephinum, das Sammlungen der Medizinischen Universität Wien beherbergt. Die BIG investiert rund elf Millionen Euro für den Umbau des denkmalgeschützten Hauses aus dem 18. Jahrhundert in der Währingerstraße 25. Im Zuge der Sanierung soll „der Originalzustand in Bereichen wie dem Hörsaal oder dem Vorplatz wiederhergestellt und so die Geschichte des Gebäudes gewahrt werden“, so BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Die Bauarbeiten sollen im Frühsommer 2021 abgeschlossen sein.

Heikle Wachsfiguren

Nach den Plänen der Arge Josephinum Wien, bestehend aus eep architekten und Gangoly Kristiner Architekten, wird das Haus in seine ursprüngliche Form zurückgeführt und Adaptierungen unterzogen. Auch der Vorplatz soll neugestaltet werden. Die Begrünung weicht einer neuen Bodengestaltung in Anlehnung an den Originalzustand. Auch in der sogenannten „Sala Terrena“ werden nachträgliche Einbauten abgebrochen. Zur Modernisierung des Gebäudes werden die Haus- und Elektrotechnik erneuert, Barrierefreiheit hergestellt und ein entsprechendes Brandschutzkonzept umgesetzt. Die Umbauten werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt, da beispielsweise die besonders heiklen Wachsfiguren innerhalb des Gebäudes verbleiben und nur umgesiedelt werden. Für die Dauer der Bauarbeiten ist das Museum für Besucher gesperrt.

Die Fassade samt Fenstern wurde als vorgezogene Maßnahme bereits von Februar 2015 bis Mai 2018 um rund 3,1 Millionen Euro saniert. Bei der Fassade wurde der sogenannte Überrieb einer Sanierung aus den 50er/60er-Jahren komplett entfernt und der originale Feinputz restauriert. Außerdem wurden Vergipsungen an den Steinzierornamenten entfernt. Danach wurde die Fassade mit Kalkfarbe neu gestrichen. Die Verbundfenster wurden, in enger Abstimmung und unter Kostenbeteiligung des Bundesdenkmalamtes, thermisch saniert. Als Vorbild dazu diente die Fenstersanierung des Kunsthistorischen Museums in der Wiener Innenstadt.

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