Bau in der ersten Liga  

Solarthermie, Erdkollektoren und Wärmepumpen machen den Neubau von Eintracht Frankfurt zum Vorzeigeprojekt.

Der deutsche Traditionsfußballverein Eintracht Frankfurt baut gerade sein neues „ProfiCamp“, in dem ab Ende 2020 alle Mitarbeiter der Fußball AG. Dabei setzt der Klub stark auf erneuerbare Energien. Das TGA-Planungsbüro IBV aus Hamburg hat für den Bau eine Kombination aus Solarthermie, Wärmepumpen und einem Erdsolespeicher in Verbindung mit Heiz- und Kühlflächensystemen konzipiert. Damit soll im Vergleich zu einer konventionellen Lösung eine CO2-Einsparung von rund 160 Tonnen pro Jahr erzielt werden und der Anteil erneuerbarer Energien bei 83 Prozent liegen.

Ein Teil der Wärmeversorgung für das neue ProfiCamp liefert die 100 Qudratmeter große Solarwärmeanlage, die von der Firma BES – Building Energy Solutions installiert wird. Sie soll 50 Prozent des gesamten Wärmeenergiebedarfs decken. In Zukunft werden also die Frankfurter Spieler nach dem Training dank der Sonne mit warmem Wasser duschen können.

Konkret ensteht auf einen gut 17.000 m² großen Grundstück eine oberirdische Bruttogeschossfläche von rund 15.000 m². Die berechnete Heizlast beträgt 302 kW, die Kühllast wird mit 432 kW beziffert. Der Jahresenergiebedarf für Heizung und Warmwasser beträgt laut Prognose rund 430.000 kWh, die Kühlung verschlingt gut 302.000 kWh. Die Betriebskostenersparnis beträgt im Vergleich zu Erdgas rund 45 Prozent.

Neben den Solarkollektoren kommen vier Sole-Wasser Wärmepumpe mit je 60 kW und drei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit der Leistung von je 60 kW zum Einsatz. Der Erdsolespeicher umfasst 4.600 m² auf zwei Ebenen verlegt. Dazu kommen noch mehrere Pufferspeicher.

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