Dämmung mit Malve

Schüler der HBLA Ursprung in Elixhausen und Studierende am Campus Kuchl der FH Salzburg arbeiten an einem natürlichen Dämmstoff.

Konkret geht es um Dämmplatten aus der Faserpflanze Virginia Malve. Diese ist in Nordamerika stark verbreitet, wächst aber auch im Salzburger Flachgau prächtig. Die Pflanze bringt kleine weiße Blüten hervor, die Bienen und Schmetterlinge nähren. Nach den ersten Sonnentagen im Frühling wird sie trocken gehäckselt und zerfasert. Normalerweise werden diese Hackschnitzel dann sofort verheizt. Das sollte nicht sein, meinen die Jungforscher.

“Die fasrigen Anteile der Virginia Malve bewirken eine gute Plattenstabilität, zusätzlich enthält sie ein leichtes Gewebe, das gute Wärmedämmeigenschaften aufweist”, sagt Alexander Petutschnigg vom Campus Kuchl der FH Salzburg. So gelingt es nun bei über 170 Grad Celsius und 50 bar Druck optisch ansprechende Platten zu pressen. Als Kleber verwendete das Team ein Gemisch aus Kartoffelstärke und Fruchtzucker.
Marktfähig ist die Dämmung freilich noch nicht: Der biologische Kleber muss noch optimiert werden, und ein biologischer Brandschutz fehlt auch noch.

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