Baubewilligung macht Dachböden teuer

Dachböden mit Baubewilligung sind in Wien deutlich teurer als jene ohne. Das geht aus einer Auswertung von Rust¬ler hervor, bei der über 300 Rohdachboden-Transaktionen der letzten zehn Jahre erhoben wurden.

Rustler hat über 300 Rohdachboden-Transaktionen der letzten zehn Jahre erhoben. Die Rustler Auswertung zeigt deutlich, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise bei Rohdachböden mit rechtskräftiger Baubewilligung weit über jenen Verkaufspreisen liegen, wo keine Bewilligung existierte. In Einzelfällen können auch Rohdachböden ohne Baubewilligung einen hohen Verkaufspreis erzielen, wenn ein Ausbau als sehr wahrscheinlich gilt oder bereits eine Einreichung bei der Baubehörde vorliegt.

Für einen Rohdachboden ohne Baubewilligung wurden im Jahr 2018 im Durchschnitt rund 985 Euro, mit rechtskräftiger Baubewilligung rund 1.850 Euro pro Quadratmeter erzielbarer Nutzfläche realisiert. Tendenziell gilt weiters, je mehr Wohnnutzfläche in einem Dachboden erzielbar ist, umso höher ist dessen Wert je Quadratmeter erzielbarer Nutzfläche, da sich bei geringerer Nutzfläche höhere anteilige Baukosten sowie Aufzugserrichtungskosten ergeben. „Der Durchschnittswert für Rohdachböden mit Baubewilligung ist in den letzten zehn Jahren um rund 55 Prozent höher ausgefallen als für jene ohne Bewilligung. In einzelnen Jahren sind die Abweichungen auch wesentlich stärker, wie zuletzt 2018. Neben der Lage und der erzielbaren Wohnnutzfläche ist somit die Rechtsicherheit einer Baubewilligung für den Preis von entscheidender Bedeutung“, fasst der Geschäftsführer der Rustler Immobilientreuhand Alexander Scheuch die Ergebnisse zusammen.

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