Endlich: Startschuss zu digitaler ZT-Einreichung

Eine neu entwickelte eGovernment-Anwendung ermöglicht es Ziviltechnikern, Behördenverfahren digital zu beantragen und Datenpakete an den ‚Elektronischen Akt‘ (Elak) anzuliefern. Ohne zusätzliche Postwege.

Oft ist die rein elektronische Kommunikation zu Behördenverfahren für Ziviltechniker schon angekündigt worden. Meist mussten dann doch wieder zahlreiche Datenpakete und Dokumente in gedruckter Form eingereicht werden. Nun aber wird das Bundesland Kärnten erstmals eine durchgängige eGovernment-Anwendung präsentieren, die es Ziviltechnikern ermöglicht sämtliche behördliche Verfahren und Datenpakete digital zu beantragen und auch digital im „Elak“ der jeweiligen Behörde anzuliefern. Am Donnerstag soll die Lösung im ZT-Haus der Kammer der ZiviltechnikerInnen Steiermark und Kärnten präsentiert werden.

Building Times liegen die zentralen Parameter der Systemanwendung schon heute vor: Startpunkt sollen Grundstücks- und Forstteilungsverfahren in Kärnten – als erstem Bundesland – sein, wie Bernhard L. Wieland von der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen gegenüber Building Times betont. „Wir haben hier echte Pionierarbeit geleistet“, so Wieland. Neue Schnittstellen wurden geschaffen, sodass nun ein Akt in Form eines „digitalen Kuverts“ an die zuständige Behörde gesendet werden kann, die dieses entpackt und weiterverarbeiten kann. „Mit dieser Anwendung wird Ziviltechnikern das Tor zur unmittelbaren Anlieferung von allerlei Anträgen an den digitalen Verwaltungsakt des Landes Kärnten geöffnet“, so Wieland. Danach wird seitens der zt-Kammern eine schrittweise Digitalisierung aller geeigneten technikaffinen Behördenverfahren angestrebt.

Die Technologie soll in weiterer Folge in ganz Österreich ausgerollt werden: „Für uns als Vertreter der Ziviltechniker gibt es nun eine Grundlage und eine Referenz, um weiter mit Behörden in ganz Österreich über eine direkte digitale Anlieferung zu sprechen“, betonte Bundeskammer-Präsident Rudolf Kolbe. eGovernment ist in Österreich weitgehend föderal organisiert. Entsprechend komplex sei das Schaffen eines möglichst durchgängigen eGovernment-Zugangs gewesen.

Die zt:eGov-Anwendung wurde im Rahmen des Projektes „Plandatenaustausch im Grundstücksverfahren – Kooperation mit der ZT-Kammer (PDG-ZT)“ realisiert.

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