Wiener 20-er feiert 10-er

Die Wiener Magistratsabteilung 20 feiert gerade ihr 10-jähriges Bestehen. An Vorzeigeprojekten fehlt es nicht. Nun geht es darum, diese Beispiele in die Breite zu bringen.

Die Wiener Magistratsabteilung 20 feiert gerade ihr 10-jähriges Bestehen. Anlass, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu schauen. Genau das war der Zweck eines Events am 20. September über den Dächern der Stadt. Gekommen sind Gründer, Wegbegleiter, Innovatoren, Strategen und Architekten aus den Wiener Klima-, Bau- und Energiebiotopen. „Es ist so viel mehr entstanden, als wir uns damals erhofft hatten“, lobte die frühere Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou das Engagement der städtischen Energieeingreiftruppe um ihren Leiter Bernd Vogl. Sie haben tatsächlich etwas bewegt: Es gibt einige Vorzeigeprojekte, die sich sehen lassen können und bespielgebend für die nichtfossile Zukunft herhalten. Und die MA 20 hat es auch geschafft den städtischen Energieversorger mit ins Innovations-Boot zu holen. Was auch Not tut, denn die Pläne für die kommenden 19 Jahre sind ambitioniert.

Mächtige Aufgabenstellung

„Wir haben richtig große Sachen vor, bis 2040 möchten wir Wien klimaneutral machen“, sagt der Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Das heißt konkret, dass die etwa 550.000 Gasthermen in der Bundeshauptstadt entweder mit grünem Gas oder gar nicht mehr befeuert werden. Und das heißt auch, dass der Photovoltaik-Ausbau sich vervielfachen muss. „Wir brauchen jedes Jahr so viel, wie in den letzten 15 Jahren“, sagt der Klimastadtrat. Um diese Mammutaufgaben zu stemmen, brauche es Partner und Modelle und Kooperationen, so Czernohorszky. Die MA 20 habe ein Jahrzehnt lang gezeigt, dass sie willens und fähig ist solche Allianzen zu initiieren, zu motivieren und zu instruieren, wie im Lauf des Abends mehrfach betont wurde. „Wir waren nicht in der Lage Gesetze zu machen, deshalb haben wir Kooperationen gebaut und Lösungen gesucht“, sagt Vogl. Sein Credo: „Mich interessiert nichts, außer realisierte Projekte“. Und davon gab es eine Reihe zu sehen. Darunter Projekte mit Bauteilaktivierung, mit Tiefensonden, mit Wärmepumpen, Photovoltaik und mit Wärmerückgewinnung.

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