Wien pusht die Kälte

Die Wien Energie baut die Fernkälte weiter aus.

Seit 2007, also gerade einmal gut ein Jahrzehnt, gibt es die Fernkälte in der Bundeshauptstadt. Nun expandiert der Zentral-Versorger Wien Energie einmal mehr in die Kühlung: Bis 2024 immerhin 65 Millionen Euro. Um die Nachfrage zu bedienen wird am Stubenring eine zusätzliche 10 MW-Fernkältezentrale errichtet. Die Zuwachsraten bei der Fernkälte betragen bei der Wien Energie 10 bis 15 Prozent pro Jahr.

Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen, wird bei dieser Art der Kälteerzeugung etwa 50 Prozent weniger CO2 freigesetzt, so der Energieversorger. „Derzeit versorgen wir vor allem Großabnehmer wie Krankenhäuser, öffentliche Gebäude oder Hotels mit Fernkälte. Wir arbeiten aber intensiv daran, diese Technologie in Zukunft auch im Privatkundenbereich anbieten zu können und werden dazu noch in diesem Sommer Projekte präsentieren“, stellt der Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl in Aussicht.

Aktuell sorgen in Wien insgesamt 16 Fernkältezentralen mit einer Gesamtleistung von 130 MW dafür, dass es auch an Hitzetagen in manchen Häusern kühl bleibt. Ziel der Wien Energie ist es künftig den 1. Bezirk flächendeckend mit Fernkälte zu versorgen. Was schon Sinn macht, denn in der City ist der Platz für Rückkühler aus Gründen des Denkmalschutzes rar. Und die klassischen Klimaanlagen haben einen wesentlichen Nachteil: Sie geben Wärme an die Umwelt ab. In manchen Großstädten so viel, dass die Nächte ein oder zwei Grad wärmer sind, wie Studien belegen.

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