Wicknorm ist insolvent

Die Spaltung des Fensterherstellers Wicknorm hat trotz Hochkonjunktur die Substanz aufgebraucht, eine Insolvenz wird eingebracht. Jetzt müssen 260 Mitarbeiter um ihren Job fürchten.

Das seit mehreren Jahrzehnten bestehende Fensterhersteller Wicknorm mit Produktion in Vorchdorf ist insolvent. Grund für die Pleite ist eine Firmenaufspaltung, die beiden Betrieben massive Problem beschert.

„Ein langwieriger und schwieriger Spaltungsprozess hat die liquiden Mittel der Traditionsfirma Wick Fenster & Sonnenschutz GmbH mit Firmenleitung in Linz, Produktion in Vorchdorf sowie Verwaltungsbereich in Pasching aufgezehrt. Nach Vorlage der Planungen für 2020 war die Hausbank nicht mehr bereit, weitere Finanzierungen zur Verfügung zu stellen, sodass ein gerichtliches Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung vorbereitet werden muss und die Mitarbeiter und Geschäftspartner entsprechend informiert wurden“, heißt es in einem Schreiben des Firmenanwalts Rudolf Mitterlehner, das der Kurier zitiert.
Und weiter heißt es:“Es bleibt zu hoffen, dass der zu bestellende Insolvenzverwalter die Fortführung bewerkstelligt und die begonnene Restrukturierung nicht umsonst war. Die Neuausrichtung des Vertriebes und das neu aufgestellte Produktportfolio in den Bereichen Fenster, Haustüren und Sonnenschutz zeigten in den letzten Monate bereits erhebliche Erfolge und bescherte dem Unternehmen Anfragen und eine Auftragslage wie seit Jahren nicht mehr.“

Der Alpenländische Kreditorenverband verkündet, dass sich aus den im Insolvenzantrag enthaltenen Zahlen aktuelle Verbindlichkeiten von ca. 10,5 Mio. Euro ergeben. Von der Insolvenz seien rund 380 Gläubiger geschädigt.

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