Wasser-Sparefroh wird 20

Vor 20 Jahren hat der Salzburger Erwin Bernsteiner seinen ersten Wasserspar-Contracting-Vertrag abgeschlossen. Als Erster in Österreich, wie er recherchiert hat.

Im Jahr 1999 wurde erstmals eine Vereinbarung über Trinkwasser-Contracting abgeschlossen. Und zwar mit dem heutigen Hotel Salzburger Hof. „Nach meinen Recherchen ist das Einspar-Contracting eine ‚Erfindung‘ meiner TWP wasser:management gmbh, die damals noch eine Einzelfirma war, womit wir die Ersten in Österreich waren“, berichtet der Salzburger Erwin Bernsteiner im Gespräch mit Building Times und ergänzt: „Wir sind damit furchtbar auf die Schnauze gefallen, weil es keine gesicherten Daten gegeben hat.“

Jetzt kenne man die Verhaltensweisen der Gäste in der Hotellerie, wo TWP besonders stark ist, sodass man plus/minus zehn Prozent in den Prognosen liege. Bei Über- und Unterschreitung dieses Korridors werde die Rate angepasst. „Wenn die Einsparung über zehn Prozent liegt, dann wird der Einsparungsgewinn geteilt“, berichtet der Betriebsberater für ökologische Aufgabenstellungen.

Jüngst erst wieder ist Bernsteiner „aufgefallen“, weil Markus Gutjahr, Eigentümer und Betreiber des Vier-Sterne-Superior Hotels Gutjahr in Abtenau, für seine Trinkwasser-Einsparungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Bernsteiners TWP hat dort rund 53.000 Euro investiert und kann nach einem Jahr auf beträchtliche Einsparungen verweisen: Durch den Austausch aller Duschköpfe in den 70 Zimmern und im Wellnessbereich konnte der Wasserverbrauch von etwa 15 Litern auf neun Liter pro Minute und Duschkopf abgesenkt werden. Und aus den mit Sensoren gesteuerten Hähnen an den Waschbecken fließen jetzt nur noch maximal sechs Liter pro Minute. Die Waschtisch-Armatur ist die Haupt-Einsparmöglichkeit, sagt Bernsteiner. Bei diesen Entnahmestellen lässt sich mit Sensoren, Mengen-Begrenzung und Schließ-Automatik um den Faktor zehn einsparen, so der Sparfuchs. Zusammenfassend bedeutet das im Hotel Gutjahr, dass pro Gast und Tag nur mehr durchschnittlich 33,42 Liter verbraucht werden, um 16 Prozent weniger als zuvor.

In Summe spart das Hotel pro Jahr rund 13.000 Vollbäder ein und benötigt deshalb um 40 Prozent weniger Energie zur Warmwasser-Bereitung. Einen wichtigen Zusatznutzen gibt es zudem: Mit der Installation der neuen Technik werden alle Leitungen spätestens 24 Stunden nach der letzten Nutzung automatisch gespült, womit die Legionellen-Bildung vermieden wird. Übrigens: Innerhalb von acht Jahren sollen sich diese Maßnahmen amortisieren. Den Imagegewinn bei den Gästen gibt es jedoch gleich.

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