Wachsen mit Technik

Vor etwa 23 Jahren hat der deutsche Gebäude-Dienstleister Dorfner Österreich entdeckt. Heute hat die Dorfner GmbH Standorte in Linz, Innsbruck und Wien. Wachstumstreiber ist das Technische Gebäudemanagement.

Am Anfang stand 1996 ein Gleitschirmflug-Urlaub eines Dorfner-Managers im Stubaital. Er hat damals den österreichischen Kunden für Dorfner akquiriert, nämlich das Krankenhaus in Hall in Tirol. Diese Legende bestätigt Peter Engelbrecht, Gruppen-Geschäftsführer des deutschen Gebäude-Dienstleisters Dorfner in Nürnberg. Er spricht auch für die Österreich-Tochter sowie die kleine Niederlassung in der Tschechischen Republik und ist auch einer deren beiden Geschäftsführer. Der operative Österreich-Geschäftsleiter Mario Baldessarini lässt ihm den Vortritt, obwohl er, wie sein Oberboss meint, ein bisschen mehr Spielraum habe als andere Niederlassungsleiter – weil die gesetzliche Lage Entscheidungen vor Ort erfordert.

Engelbrecht berichtet gegenüber Building Times für die beiden Töchter in Österreich und Tschechien einen Umsatz (2018) von 12,4 Millionen Euro, wovon rund eine Million Euro auf Tschechien entfällt. Etwa 500 Mitarbeiter arbeiten hierzulande für Dorfner und „das Geschäft verläuft mehr evolutionär als revolutionär“, wie Engelbrecht ergänzt. Wachstumstreiber sei aber, wie in Deutschland, das Technische Gebäudemanagement, obwohl Dorfner in Österreich beispielsweise auch Catering anbietet. Die beiden Länder lieferten branchenübliche Deckungsbeiträge ab, denn „die Branche ist knüppelhart“, so Engelbrecht.

„Die Branche ist knüppelhart. Das Geschäft verläuft mehr evolutionär als revolutionär.“

In Österreich wüchsen die Technischen Dienstleistungen erst so nach und nach, denn, man wachse mit den Kunden „Wenn wir’s machen, dann setzen wir uns hin, klären, wie wir’s bestmöglich machen können und dann machen wir’s ordentlich“, so Engelbrecht. Denn Dorfner kommt, hier wie dort, aus der Gebäudereinigung und macht auch keinen Hehl daraus. „Das Technische Gebäudemanagement macht maximal zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus, ist aber gut im Wachsen“. Die gesamte Dorfner-Gruppe machte 2018 insgesamt 258 Millionen Euro Umsatz. Das bedeutete zum Bilanzstichtag gleichzeitig 11.350 Beschäftigte, was sich aber auch rasch ändern kann, denn: „Kürzlich haben wir schlagartig 120 Mitarbeiter neu eingestellt, als wir die Gebäudereinigung für ein großes Krankenhaus bekommen haben, unseren größten einschlägigen Auftrag bisher. Wir sind nämlich sehr gesundheitslastig“, sagt Gruppen-Geschäftsführer Peter Engelbrecht, der keineswegs sorgenfrei in die nahe Zukunft sieht: „Fachkräfte-Mangel, fehlendes Personal und das Schwächeln der Automobil- und -zuliefer-Industrie setzen uns sehr zu“, so der Manager.

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