Visite beim Weltmeister

Frankreichs Gebäudetechnik ist simpel und zum Teil steinalt. PV und Solarthermie sieht man selten.

Frankreich ist ein nettes Urlaubsland, wo das Autofahren richtig angenehm ist. Wenn 110 km/h verordnet sind, pendeln sich alle auf dieses Tempo ein. Sehr gemächlich verläuft in der Grand Nation auch die Etablierung der Solarenergie. Man muss schon viele hunderte Kilometer zurücklegen um da und dort eine PV-Anlage zu orten. Die für die Warmwasserbereitung in sonnigen Ferienregionen ideal geeignete Solarthermie kommt noch seltener vor.
Als Rarität offenbarte sich auch die Küchenarmatur im bretonischen Ferienhaus – es scheint, als hätte der Dorf-Installateur vor sehr vielen Jahren sein Geschick unter Beweis gestellt.
Echt handwerklich wiederum ist die Leitungsführung in einem gut geführten Hotel direkt an der Atlantikküste. Dort ist übrigens auch Brandschutz-Technik in Betrieb, die schon richtig antik wirkt.
Aber der Zeit voraus ist man dafür auf der Herren-Toilette. Dort ist die bei uns gerade stark kommende Dünnwandkeramik schon installiert.
Richtig der Zeit voraus sind manche Franzosen auch beim Absichern ihrer Eigenheime. Selbst dort wo erst der Rohbau gebaut ist, steht schon der Zaun samt Elektronik-Kastl mit Zugangscode.
Es wäre aber verfehlt den Freunden von Schnecken und Froschschenkerl deshalb Feindlichkeit nachzusagen. Nach dem entscheidenden Match, mit dem sich die Bleu zu Weltmeistern kürten, hagelte es Küsse – von wildfremden Fans, die am liebsten Alles umarmt hätten.

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