Unternehmen fordern CO2-Preis

Der Verein CEOs for Future präsentiert Positionspapier zur Bepreisung von CO2.

Die Diskussion rund um die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Zukunft ist kontroversiell. Oft werden Unternehmen als Gegner einer CO2-Bepreisung angeführt. Ein Preis für CO2 kann aber auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn machen. Das hat sich der gemeinnützige Verein CEOs for Future zum Thema gemacht und gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet. „Die Klimakrise ist eine enorme Chance, unser Wirtschaftssystem auf neue Beine zu stellen“, sagt Wolfgang Anzengruber, Vorstand des Vereins. „Wir wollen einen fairen Wettbewerb für Unternehmen, die auf die Chancen der Dekarbonisierung setzen. Und kein CO2-Preis heißt nicht, dass keine Kosten anfallen – das Nicht-Handeln wird deutlich teurer sein!“, betont Anzengruber.

Preis für alle Sektoren

Der Verein spricht sich für einen wirksamen CO2-Preis in allen Sektoren aus, erläutert Vorstand Christiane Brunner weiter. Berthold Kren, CEO Lafarge  Zementwerke GmbH, führt dazu aus Sicht eines Unternehmens aus: „Als Marktführer steht es für uns außer Frage, Verantwortung zu zeigen und an richtungsweisenden Lösungen mitzuarbeiten. Österreich nimmt in vielen Bereichen eine führende Rolle ein, diese Position ermöglicht es uns, ja verpflichtet uns, die Entwicklung weiter voranzutreiben.“ Jetzt müssen Lösungen implementiert und auf den Weg gebracht werden. Kren erläutert dazu weiter: „Die Umsetzung von Dekarbonisierungs-Lösungen bedarf enormer Investitionen, das birgt Risiken und Chancen. Daher ist es wichtig, dass es einen Preis für CO2 gibt, aber auch einen Rückführungsmechanismus, um solche Lösungen auch marktfähig machen zu können.“

Prominente Unterstützer

Das Positionspapier gibt es hier zum Download und wird unterstützt von Asfinag, BearingPoint Austria, Ista Österreich GmbH, Lafarge, ÖBB Holding GmbH, oekostrom AG, Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV), ProSiebenSat.1 Puls 4 – the Company 4 Gamechangers | Püspök Group, Salzburg AG, Saubermacher Dienstleistungs AG, Umweltbundesamt GmbH, Vello GmbH, Wien Energie GmbH und Wiener Stadtwerke GmbH

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