Tridonic schließt wieder

Tridonic, ein Unternehmen der Vorarlberger Zumtobel-Gruppe, muss erneut einen heimischen Produktionsstandort schließen. Bereits vor fünf Jahren wurde das Werk Fürstenfeld geschlossen.

Betroffen ist der Standort Jennersdorf im Burgenland, wo LED-Komponenten erzeugt werden. Die Produktion wird nach Nis in Serbien verlagert, die Forschungsabteilung verbleibt in Jennersdorf. Damit verlieren rund 90 Mitarbeiter ihren Job, rund 30 bleiben im Burgenland erhalten. Abgebaut werden die Kapazitäten ab März 2019, mit November soll die Reduktion der Belegschaft finalisiert sein, so das Unternehmen. Die Anpassung der Beschäftigtenzahl im Tridonic-Werk in Jennersdorf sei ein schmerzlicher, aber dringend notwendiger Teil der Maßnahmen, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, erklärte Tridonic-Geschäftsführer Thomas Erath in einer Aussendung.
Die Zumtobel-Gruppe befindet sich eigenen Angabe zufolge heuer in einem Übergangsjahr. Das letzte Geschäftsjahr 2017/18 brachte der Gruppe bei einem Umsatz von 1,196 Mrd. Euro einen Verlust von 46,7 Millionen Euro. 
Für Tridonic ist es nicht die erste Werksschließung in Österreich. Im Jahr 2013 wurde das Werk in Fürstenfeld mit gut hundert Mitarbeitern geschlossen. Damals war das Auslaufen der Magnetik-Technologie die Ursache für die Schließung. Als Ursache für die nunmehrige Verlagerung der Produktion wird der hohe Wettbewerbsdruck durch asiatische Fertigungen genannt.

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