The Power of Days

Mitte März trifft sich die Elektrotechnik-Branche fast geschlossen in Salzburg. Für Spannung ist gesorgt.

Energy, Light und Efficiency – das sind die drei zentralen Aufmacher der Power-Days, die vom 13. bis 15. März das Messezentrum Salzburg unter Spannung versetzen sollen. Die Messe selbst sieht den Event als „Österreichs einzige umfassende Informationsplatt- form für Elektro-, Licht-, Haus- und Gebäudetechnik“ und betrachten die Power Days als inhaltsstarke Wissens- und Trendplattform. Das sehen wohl auch die 164 Aussteller so, die mit ihren Produkten und Lösungen präsent sein werden. „Die Power Days bieten eine tolle Plattform, um unsere neuesten Produkte für die moderne Gebäudeinstallation zu präsentieren“, teilt etwa Thomas Lutzky als Testimonial auf der Event-Website mit. Alexander Ströbl von Eaton Industries freut sich darauf, möglichst vielen Besuchern das zentrale Thema Sicherheit nahezubringen. Um den Event möglichst vielen Fachbesuchern schmackhaft zu machen, wurde schon in der Vergangenheit viel getan.

Ob es immer das Richtige war, sei einmal dahingestellt. Dass es bei den Ausstellern Kaffee, Brötchen und gegen den Abend ein Bierchen gibt, ist selbst in eher nüchternen deutschen Messehallen normal. Dass aber die Messestände zu Mini-Volksfesten mutieren und als Act aufreizende Damen dargeboten werden, ist dort eher selten. Das muntere Treiben, mit dem die Handwerker bei Laune gehalten werden sollen, kann auch akute Nebenwirkungen haben. Das weiß man seit dem zähen Ende der HKL-Messe Aquatherm.

Wohl deshalb gibt es – so wie in allen anderen Branchen auch – in der Elektrotechnik vereinzelt Stimmen, die das Konzept Messe in dieser Form generell in Frage stellen. Noch sind das einzelne Stimmen, wie jene des Heinz Haider von OBO Bettermann. Er hält wenig vom Trubel und den Side-Events und wünscht sich Messebesucher, die gezielt kommen, und nicht Handwerker-Gruppen, die mit dem Bus anreisen. OBO wird ersatzweise heuer auf der BTA in Wien vertreten sein. Interessanterweise heuer ebenfalls nicht auf den Power-Days dabei ist das Handelshaus Rowa Moser, dessen Chef Stefan Moser in der Vergangenheit einiges dazu beigetragen hat, dass die Standbesucher ihren Kollegen am nächsten Tag etwas erzählen konnten. Ein bisschen erledigt das heuer die Messe selbst. Sie hat für den Abend des ersten Messetags die AC/ DC-Coverband „Thunderballs“ geladen. Ergänzend zum Rock gibt es gratis Fingerfood und Getränke.

Forum & Werkstatt

Zu den Hotspots der Power Days 2019 zählt das mitten im Messegeschehen angesiedelte Power-Days Forum. Hier werden Branchenexperten topaktuelles Know-how zu Themen wie IT-Security, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, Stromerzeugung und -speicherung etc. vermitteln. Das gesamte Vortragsprogramm ist demnächst unter www.power-days.at abrufbar. Auch das gehypte Zukunftsthema E-Mobilität wird auf den Power-Days wieder vertreten sein. Als leuchtendes Highlight soll die Sonderschau „Licht“ strahlen. Dort werden zukunftsweisende Produktentwicklungen und Innovationen der Licht- und Beleuchtungstechnik präsentiert, die Trends von Innen- und Außenbeleuchtung treffen aufeinander. Ein neues Set-up, mehr Produktinformationen und Competition sind die Charakteristika der neuen Werkstatt. Aus der bislang geradlinig gestalteten Werkstattstraße ist ein ca. 100 m² langer, einladend offener Bereich mit Werkbänken geworden, in dem Unternehmen ihre Produkte vorstellen und vorführen. Es wird 14 Stationen geben, die den Look & Feel einer Werkstatt vermitteln. Elektrotechnik zum Anfassen und Ausprobieren.

Und für alle, die noch nicht überzeugt sind, hat die Messe einen Deal mit der Westbahn ausgehandelt – der ermöglich eine 50%ige Fahrpreisermäßigung bei An- und Abreise. Für Fachbesucher ist der Messebesuch auf den Power-Days kostenfrei – es ist jedoch eine Vorab-Registrierung unter www.power-days.at nötig.

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