Projektplattform thinkproject mit neuem Eigentümer

Eigentümerwechsel bei thinkproject: EQT kauft Mehrheit an Europas größtem Anbieter für Construction Intelligence. Die Marktführerschaft soll ausgebaut werden.

thinkproject, Europas führender „Software as a Service“-Anbieter für Bau- und Ingenieurprojekte, hat heute den Einstieg des global agierenden Investors EQT bekannt gegeben. EQT wird eine Mehrheitsbeteiligung von dem bisherigen Investor TA Associates sowie von Thomas Bachmaier, Gründer von thinkproject, übernehmen. Alle vorherigen Shareholder sowie das Management Team von thinkproject haben übereinstimmend bestätigt, signifikant in thinkproject zu reinvestieren, um die weitere Expansion des europäischen Marktführers von Construction Intelligence-Lösungen zu beschleunigen. thinkproject hat über 450 Mitarbeiter in 18 Büros in 11 Ländern und unterstützt rund 2.750 private und öffentliche Asset Owner, Projektentwickler sowie Generalunternehmer in 60 Ländern dabei, den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten digital abzubilden.

Referenzprojekte sind u.a. die BMW Welt in München, der Fehmarn Belt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark, die Elbphilharmonie in Hamburg, der Hong Kong International Airport und viele mehr. Der Abschluss der Transaktion ist, abhängig von regulatorischen Zustimmungen, bis Ende des Jahres geplant.

Hintergrund: Bau wenig digitalisiert

Mit 13 Prozent des globalen BIP ist die Baubranche der größte Industriezweig der Welt. Bezogen auf den Grad der Digitalisierung sowie einem Produktivitätswachstum von jährlich nur 1 Prozent rangiert die Branche abgeschlagen auf einem der hintersten Plätze. Globale Initiativen, den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten von der Ausschreibung über die Planung und den eigentlichen Bau bis hin zum Betrieb komplett zu digitalisieren, werden zu fundamentalen Umbrüchen in der Bauindustrie führen. thinkproject ist eigenen Angabe zufolge heute schon in der Lage, der AECO (Architecture, Engineering, Construction und Owner-operated)-Industrie SaaS (Software as a Service)-Lösungen anzubieten, um Zeit- und Kostenüberschreitungen zu vermeiden und damit die erheblichen Risiken in der Branche zu minimieren.

„thinkproject hat eine beeindruckende Wachstums-Story durch organisches Wachstum und strategische Akquisitionen in einem hoch fragmentierten Markt vorgelegt. Die Digitalisierung der Bauindustrie bietet enorme Wachstumschancen, wir stehen hier erst am Anfang eines disruptiven Wandels“, ist Florian Funk, Partner bei EQT Partners überzeugt.

thinkproject steigerte eigenen Angaben zufolge 2019 seinen Umsatz um mehr als 25%. Aktuelle Kennzahlen dazu liegen nicht vor. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsazu von knapp 30 Millionen Euro.

 

 

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