Neues Holz- Lehm-Verbundsystem

Holz, Lehm und Flachs sind die Zutaten für ein Bausystem, das sich auch für die industrielle Fertigung eignen würde, wie der Entwickler betont.

Andi Breuss ist ein Holz- und Lehmbauplaner und Hochschullehrer. Und er hat ein Patent für ein Holz-Lehm-Verbund-Bausystem entwickelt, das die Vorzüge beider Baustoffe vereinen soll.

Die Wand besteht aus einem Holzkern, der außen und innen mit jeweils unterschiedlichen Lehmschichten verbunden wird, die alle notwendigen bauphysikalischen Funktionen übernehmen können. „Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Pilotprojekt, bei dem man die fertigen Wandelemente verbaut und schaut ob sich die theoretischen Berechnungen auch in der Praxis bewähren“, erklärt Breuss.

Eine Versuchswand mit rund 6 m2 gibt es seit rund zwei Jahren – und die hält was sie verspricht. Derzeit verhandelt Breuss auch mit ein paar Firmen, die als Produktionspartner in Frage kommen würden. Besonders reizvoll hält er die Hersteller von Betonfertigteilen, weil die sämtliche Maschinerie in ihren Hallen stehen haben. Preislich sollten die raumhohen Fertigteile in etwa dort liegen, wo Holzmassiv-Wände liegen. Versetzt werden könnten die Bauteile mit üblichem Krangerät von Zimmereien, so Breuss.

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