Neue Messungen: Heller Beton wirkt kühlend

Neue Messungen zeigen, dass hellere Pflastersteine eine kühlende Wirkung in Ballungsräumen erzeugen.

Der Grad der Absorption und Reflexion der Sonnenstrahlen auf unterschiedlichen Flächen ist ein wichtiger Faktor in der Minderung von Hitze im städtischen Raum. Neueste Messungen eines Mitgliedsbetriebs des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) zeigen, dass hellere Pflastersteine einen viel höheren solaren Reflexionsgrad aufweisen als dunklere – damit absorbieren sie weniger Sonnenlicht und bleiben angenehm kühl.

Bei der betreffenden Messung wurde der SRI-Wert bei einem bestimmten Typ der Gehwegplatten in vier Farbtönen Perlmutt, Hellgrau, Anthrazit und Camel (Beige) ermittelt. Bei einer Lufttemperatur von 21 Grad betrug der SRI-Wert bei den hellen Perlmutt- und Beige-Plattenbelägen jeweils 60,6 und beim dunklen Anthrazit-Plattenbelag 14,3. In anderen Worten: Der Reflexionsindex eines hellen Pflastersteins war im Vergleich zum dunklen Pflasterstein rund viermal höher.

„Die Messungen des solaren Reflexionsindexes zeigen, dass eine richtige Auswahl der Betonplatten zu einer zum Teil deutlichen Reduktion des Wärmeinseleffektes in den Städten führen kann“, sagt VÖB Geschäftsführer Gernot Brandweiner. „Der Baustoff Beton ist nicht nur zur Gänze ein regionales Produkt, sondern kann auch einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines umweltfreundlichen Wohn- und Lebensklimas in den Städten beitragen. Ganze Straßenzüge werden vermehrt mit hellen Plattenbelägen aus Beton aufgehellt und zusätzlich auch entsiegelt, zuletzt u. a. die Pelzgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus und der Johann-Nepomuk-Berger-Platz in Ottakring“, betont VÖB Geschäftsführer Brandweiner.

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