Mehr Platz für „Pinkafelder“

Die HTL in Pinkafeld wird für 18 Millionen Euro um einen Neubau erweitert und teilsaniert. Vor kurzem erfolgte der Spatenstich, im Spätsommer 2022 sollen zusätzliche 4.300 m² zur Verfügung stehen.

Im Umgang mit Gebäudetechnikern trifft man zumindest in Ostösterreich auf ganz viele „Pinkafelder“. Kurzum, die Absolventen von HTL oder FH in Pinkafeld prägen das Geschehen im größten Markt für Gebäude und Technik in Wien. Das soll auch in Zukunft so bleiben, weshalb vor kurzem der Spatenstich für die dreistufig geplante Erweiterung und Teilsanierung der HTL in der burgenländischen Stadtgemeinde Pinkafeld stattfand. Mit Minister, Landeshauptmann, BIG-Spitze, Bürgermeister – und der  schuleigenen Brassband. Mit vollem Namen heißt die Bildungsstätte „Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt“, hat derzeit 1.350 Schüler, ist die größte Schule des Burgenlandes und betreibt die Sparten Bautechnik, Elektronik, Gebäudetechnik, Maschinenbau und Informatik sowie ein Kolleg für Mechatronik.

14 Klassen und mehr

Zwischen Meierhofplatz und Steinamangerstraße wird ein Neubau errichtet, der 14 Stammklassen, zehn Sonderunterrichtsräume, Aufenthaltsräume für die Lehrenden und Pausenflächen beherbergen wird, womit der stetig steigenden Schülerzahl Rechnung getragen wird. Dazu kommt der Zubau eines Mehrzwecksaales, der an das Bestandsgebäude anschließt. In der zweiten Bauphase werden Teile des Hauptgebäudes sowie der Verbindungstrakt zum Internatsgebäude instandgesetzt. Die Planungen dafür stammen vom Wiener Architekturbüro Franz&Sue, Bauherr und Auftraggeber ist die BIG. Nachhaltigkeit soll Trumpf sein, bei der Temperierung der neuen Schule: Im Sommer soll die Überhitzung des Gebäudes einerseits durch Nachtlüftung und andererseits mittels Bauteilaktivierung vermieden werden.

Im Winter wird eine Kombination von Erd- und Fernwärme eingesetzt, die ebenfalls über die Bauteilaktivierung verteilt wird. Durch die integrierte Wärmerückgewinnung soll mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie eingespart werden. Eine PV-Anlage auf dem Dach ergänzt die energietechnische Ausstattung. Für die HKLS-Planung ist die BPS Engineering – Technisches Büro für haustechnische Anlagen GmbH mit Standorten in Wien und Rechnitz verantwortlich. Ab dem Spätsommer 2022 sollen Schülern und Lehrern zusätzliche 4.300 m² zur Verfügung stehen.

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