Komplizierter Boom

Fast die Hälfte der Deutschen braucht Fachleute zur Installation von Smart Home-Anwendungen.

Licht, Video-Überwachung und Sprachassistenz sind die am meisten genutzten Smart-Home-Anwendungen in Deutschland. Das zeigt eine Studie, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.611 Personen in Deutschland ab 18 Jahren telefonisch befragt, darunter 425 Besitzer von Smart-Home-Anwendungen.
Verbreitet sind danach vor allem intelligente Beleuchtung (17 Prozent), Video-Überwachung (14 Prozent) und Sprachassistenten (13 Prozent). Was auffällt ist, dass die Bekanntheit von vernetzter Haustechnik in der Breite der Bevölkerung zunimmt: 70 Prozent der Befragten haben bereits vom Begriff Smart Home gehört. Davon können 7 von 10 beschreiben, was gemeint ist, 2016 waren es erst 53 Prozent. „Wir erleben gerade den Durchbruch des Smart Home und den Siegeszug der Sprachassistenten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Mehr als ein Drittel der Befragten plant, sich in den nächsten zwölf Monaten eine smarte Anwendung für das Zuhause anzuschaffen. Besonders hoch im Kurs stehen dabei Heizungsthermostate (29 Prozent) und intelligente Beleuchtung (27 Prozent). Jeder zehnte Bundesbürger will sich außerdem einen Sprachassistenten zulegen.

Auch das Handwerk geht dabei nicht leer aus, wie die Umfrage zeigt. Fast die Hälfte der Smart-Home-Besitzer hat sich bei der Installation ihrer Haustechnik professionelle Hilfe vom Techniker, Handwerker oder Installateur geholt. Knapp jeder Vierte hat bei der Inbetriebnahme auf die Hilfe von Freunden, Bekannten und Kollegen gesetzt.
So erfreulich dies für die Betriebe ist, so ernüchternd ist das für die Industrie, die ja stets betont, das sich die angebotenen Smart-Home Komponenten quasi von selbst installieren und konfigurieren.

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