Kapo Fenster insolvent

Kapo Fenster und Türen GmbH hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Die Passiva betragen laut AKV rund 7,6 Millionen Euro. Betroffen sind 102 Dienstnehmer und 110 Gläubiger.

Die Kapo-Gruppe hat weiterhin Probleme: Bereits 2018 war über das Vermögen der Kapo Möbelwerkstätten GmbH ein Insolvenzverfahren anhängig, so der Alpenländische Kreditorenverband. Im Juni 2019 folgte das Insolvenzverfahren der Kapo Holding GmbH. Nunmehr hat auch die Kapo Fenster und Türen GmbH, mit Standort in 8225 Pöllau bei Hartberg einen Insolvenzantrag eingebracht und die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beim LG für ZRS Graz beantragt.

Im Unternehmen sind aktuell 102 Dienstnehmer beschäftigt, davon 58 Arbeiter und 44 Angestellte. Seit kurzem werden die Geschäftsanteile vom geschäftsführenden Alleingesellschafter Stefan Polzhofer gehalten.

Im Zuge der Insolvenzverfahren der Kapo Holding GmbH und der Kapo Möbelwerkstätten GmbH wurde offenbar, dass es innerhalb der Unternehmensgruppe zu massiven Querfinanzierungen gekommen war, welche insbesondere zu Lasten der Kapo Fenster und Türen GmbH erfolgt sein dürften. Hierauf wird auch im nunmehrigen Insolvenzantrag verwiesen.

Die Unternehmenskennzahlen zeigen, dass die Kapo Fenster und Türen GmbH in der Vergangenheit grundsätzlich operative Gewinne erwirtschaftet hat, dies bei jährlichen Umsätzen zwischen 11,6 und 14,5 Millionen. Zuletzt war die Betriebsleistung jedoch rückläufig.

Die Passiva betragen laut vorgelegtem Vermögensstatus zu Verkehrswerten 7.680.000 Euro, rund 1,5 Millionen Euro entfallen auf Bankverbindlichkeiten. Angestrebt wird die Fortführung des Unternehmens, wobei einem vorgelegten Finanzplan in den kommenden drei Monaten Überschüsse von über 200.000 Euro zu entnehmen sind. Der angebotene Sanierungsplan sieht die gesetzliche Mindestquote von 30% binnen 2 Jahren vor.

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