Geberit 2020: Umsatzplus trotz Krise

Geberit trotzt der Pandemie: In Österreich legte Geberit um 5 Prozent, in Deutschland mehr als 7 Prozent zu. Auch der Gesamtumsatz der Gruppe konnte 2020 gesteigert werden. Die Flaute des 2. Quartals konnte im 2. Halbjahr kompensiert werden.

Die Umsatzentwicklung der Geberit Gruppe war im Jahr 2020 durch die Covid-19-Pandemie und die negative Währungsentwicklung geprägt. Insbesondere im zweiten Quartal führten die Covid-19-bedingten Restriktionen in den Absatzmärkten zu einem deutlichen Umsatzrückgang, welcher im 2. Halbjahr aber kompensiert werden konnte.

Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe in Schweizer Franken sank im Jahr 2020 um 3,1% auf CHF 2.986Mio. (2.772,8 Mio. Euro). Währungsbereinigt konnte dagegen einWachstumvon 1,3% erzielt werden. Damit gelang es, den Umsatz trotz der Krise zu steigern und weitere Marktanteile zu gewinnen, so ein aktueller Finanzbericht. Bei den Ergebnissen erwartet die Unternehmensleitung für das Geschäftsjahr 2020 eine operative Cashflow-Marge von rund 31 Prozent. Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2020 werden am 10. März 2021 veröffentlicht.

Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe sank im Geschäftsjahr 2020 um 3,1% auf CHF 2986Mio. In dieser Entwicklung sind negative Währungseffekte in Höhe von CHF 136Mio. enthalten. In lokalen Währungen resultierte eine Zunahme von 1,3%. Dieses währungsbereinigte Wachstum und damit der Gewinn von weiteren Marktanteilen wurde trotz des Covid-19 bedingten, deutlichen Umsatzrückgangs im 2. Quartal erreicht. Gründe für diese positive Entwicklung waren die starke Marktposition, ein umsichtiges Krisenmanagement und die bewusste Entscheidung, auf Kurzarbeit zu verzichten, um die Präsenz bei den Kunden auch während der Lockdown-Perioden nicht zu reduzieren.

Österreich + 5 Prozent, Deutschland + 7,3 %

Der Umsatz in den einzelnen Ländern entwickelte sich je nach Stärke und Dauer des Lockdowns in der Bauindustrie im Frühling sehr unterschiedlich. In Deutschland (+7,3%), Österreich (+5,0%), in der Schweiz (+4,1%), in Osteuropa (+3,2%) und in den nordischen Ländern (+2,9%) waren die Baustellen nur bedingt eingeschränkt und der währungsbereinigte Nettoumsatz konnte im Gesamtjahr erfreulich zulegen. Aufgrund der in Belgien stärker eingeschränkten Bautätigkeit verblieben die Benelux-Länder auf Vorjahresniveau. Dagegen verzeichneten die von den Baustellenstopps am stärksten betroffenen Märkte Grossbritannien/Irland (-15,7%), die Iberische Halbinsel (-10,9%), Italien (-8,3%) und Frankreich (-6,9%) auch nach zwölf Monaten nach wie vor deutliche Rückgänge beim währungsbereinigten Nettoumsatz. Weiterhin spürbar waren die negativen Einflüsse von Covid-19 in den Regionen ausserhalb Europas, in Nahost/Afrika mit -14,1% und in Fernost/Pazifik mit-7,2%. In Amerika stieg der Nettoumsatz um 1,7%.

Bei den Produktbereichen stieg der Nettoumsatz in Lokalwährungen bei den Badezimmersystemen um 2,3% und bei den Installations-und Spülsystemen um 2,1%; bei den Rohrleitungssystemen sank er hingegen aufgrund des schwächeren Neubau-und Projektgeschäftsleicht um 0,8%.

Die Unternehmensleitung erwartet für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, den Covid-19-bedingt tieferen Marketing-und Reisekosten sowie tieferen Rohmaterialpreisen eine operative Cashflow-Marge (Ebita-Marge) von rund 31 Prozent.

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