Forderung nach klimafreundlichem Bau

In der Abschlusserklärung zur Sustainable Built Environment D-A-CH Conference 2019 (SBE19) in Graz fordern die Teilnehmer die verbindliche Einführung konkreter Ziel- und Planungswerte zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen von Gebäuden.

Die „Grazer Deklaration für Klimaschutz im Baubereich“ wurde  im Rahmen der SBE19 an der TU Graz (11.-14.9.) von rund 400 Branchenexperten aus mehr als 30 Ländern erarbeitet und verabschiedet. Ausgangspunkt ist der vergleichsweise hohe Anteil des Bausektors an der Ressourceninanspruchnahme und Umweltbelastung: Gebäude sind für 40 Prozent des Energieverbrauchs und 35 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Die Grazer Deklaration fordert entschlossenes Handeln zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein. Ein formuliertes Ziel ist die Einführung von Budgets – vergleichbar einem Kostenrahmen – für Treibhausgase im Lebenszyklus. Die Deklaration weist darüber hinaus auf den Bedarf an Förderprogrammen hin, die Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasen honorieren sollen. Zielführend sei zudem auch eine angemessene infrastrukturelle und personelle Ausstattung der Bauforschung. Ergänzt wird die Deklaration durch Handlungsempfehlungen an die Immobilien- und Finanzwirtschaft.

Über die SBE19:
Die SBE19 Graz – die Europäische Konferenz zu Themen der Nachhaltigkeit im Bau- und Immobilienbereich sowie der nachhaltigen Quartiers- und Stadtentwicklung – fand von 11. bis 14. September an der TU Graz statt. Sie wurde erstmals im D-A-CH-Format von der TU Graz gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien (Boku), dem Karlsruher Institut für Technologie und der ETH Zürich organisiert und durchgeführt und ist Teil einer Reihe, die der Vorbereitung zur Weltkonferenz WSBE20 zum nachhaltigen Bauen in Göteborg dient.
Hier die Deklaration zum Nachlesen.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben