Esto Lighting ist pleite

Die Firma Esto Lighting GmbH aus Velden scheiterte an der eigenen Sanierung.

Die Beleuchtungsfirma Esto Lighting, die bereits im Oktober letzten Jahres in die Insolvenz geschlittert war, ist nun erneut zahlungsunfähig gemeldet. Das gibt der Alpenländische Kreditorenverband in einer heutigen Aussendung bekannt. Das Verfahren von 2018 – damals in Eigenverwaltung – endete mit dem Abschluss eines Sanierungsplanes mit einer Quote von 33 Prozent, zahlbar in drei Raten. Davon wurden die ersten zehn Prozent der Gesamtquote bezahlt.

Nun ist die Firma, die Beleuchtungskörper herstellt und vertreibt, nach nicht einmal einem Jahr erneut insolvent. Diesmal wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angestrebt. Esto gibt als Ursachen der Insolvenz an, dass nach dem Abschluss des Sanierungsverfahrens die eingeleiteten Reorganisationsmaßnahmen nicht gewirkt hätten. Es sei durch den Sonderverkauf von Altwaren nicht genug Liquidität hervorgekommen. Der deutsche Kernmarkt, welcher 50 % des Umsatzes ausmachte, wäre durch das vergangene Verfahren und die Verunsicherung daraus beinahe völlig zusammengebrochen und der angedachte Verkauf der Betriebsliegenschaft kam nicht zustande. „Die laufenden Kreditraten zur Rückführung des durch die Betriebsliegenschaft besicherten Kredites konnte ebenso wenig bewerkstelligt werden, wie das Umstellen des laufenden Handelsmodells zum flexibleren und wenig kostenintensiven „lagerlosen“ Geschäftsmodell. Diese sind nur einige Gründe, die nun zur erneuten Insolvenz geführt haben“, so der AKV in seiner Aussendung.

Von der Insolvenz sind rund 110 Gläubiger sowie 24 Dienstnehmer betroffen. Aktiva von rund 3,1 Millionen Euro stehen Passiva von rund 5,3 Millionen Euro gegenüber. Esto plant die Fortführung des Unternehmens und den Abschluss eines Sanierungsplanes mit einer Quote von 20 Prozent. Inwieweit eine Teilbetriebsschließung notwendig sein wird, soll nun mit dem Masseverwalter im Zuge des Verfahrens abgestimmt werden.

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