Ein Viertel Energie-Gemeinschaft

Im Viertel Zwei testen rund 100 Bewohner was in Zukunft normal ein soll - die Energiegemeinschaft.

Der Klimawandel ist eine Tatsache, die bei den Temperaturen dieser Tage besonders augenscheinlich ist. Gerade Stadtentwicklungsgebiete sind daher aufgefordert, sich mit dem Thema stark auseinanderzusetzen. Im Viertel Zwei stellten heute Mittwoch der Immobilienentwickler Value One und Wien Energie eine der ersten Energiegemeinschaften Europas vor.

Die Blockchain-Technologie soll den Bewohnern des Viertel Zwei ermöglichen, untereinander mit Strom aus der quartierseigenen Photovoltaikanlage zu handeln. Erste Versuche wurden im Frühling gestartet. Ab Herbst soll der Energiehandel starten. Dabei stehen jedem Bewohner 1 kWp zur Verfügung. Was nicht verbraucht wird, kann der Kunde verkaufen. Die Basis der Transaktionen bildet die Blockchain-Technologie. Derzeit geht der Verkauf noch über Wien Energie selbst. Eine Übergangslösung, bis die rechtlichen Rahmenbedingungen gesetzt werden.

„Ist man etwa auf Urlaub, kann man den Solarstrom verkaufen“, nennt Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl im Rahmen einer Pressekonferenz ein Anwendungsbeispiel für den Peer-to-Peer-Handel. Auch Peaks beim Energieverbrauch können so ausgeglichen werden. Normalerweise werde bei der Sonnenenergie ein Drittel der erzeugten Energie genutzt, so Strebl. Mit dieser Lösung kann sich der Anteil laut Strebl auf zwei Drittel erhöhen.

„Wir wollen Immobilien mit Weitblick und Verantwortung entwickeln. Da geht es um weit mehr als um die vier Wände. Wir sehen das Viertel Zwei als Innovationslab für solche Projekte“, meint Sabine Müller, Marketingleiterin von Value One. Vor 15 Jahren sei auch ein autofreies Viertel utopisch gewesen.

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