Baubranche am Insolvenz-Stockerl

Firmeninsolvenzen stagnieren dank guter Konjunktur – der Bausektor liegt auf Platz 3.

Die endgültigen Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Halbjahr 2019 zeigen, dass die heimischen Firmeninsolvenzen weiter leicht um rund 1% zurückgegangen sind. Die meisten Verfahren finden sich bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen: 490 Insolvenzen wurden hier im ersten Halbjahr 2019 vermeldet. Am zweiten Platz findet sich der Handel (464). Das Bauwesen befindet sich in der Statistik auf Platz 3 mit 436 Meldungen. Den größten Anstieg verzeichnete die Verkehr- und Nachrichtenübermittlung (Transportwesen) mit einem Plus von 20,8 Prozent. Stark rückläufig waren hingegen die Insolvenzen im Kredit- und Versicherungswesen mit einem Minus von 41,4 Prozent.
Bei einer Creditreform-Befragung der Gläubiger im Frühjahr 2019 haben 78 Prozent der Unternehmen Managementfehler bzw. 57 Prozent Kapitalmangel (i.e. zu wenig Eigenkapital) als Hauptursachen von Insolvenzen genannt. Die Insolvenzverbindlichkeiten werden auf ca. 700 Mio. Euro geschätzt. „Auch wenn der Optimismus angesichts so mancher globalen Herausforderung einer realistischeren Einschätzung gewichen ist, sind die heimischen Betriebe dank starker Eigenkapitalausstattung gewappnet. Das schlägt sich auch auf die positive Insolvenzentwicklung nieder“, so Gerhard M. Weinhofer, Geschäftsführer der Creditreform. Einige Unsicherheiten trüben den Blick in die Zukunft: der nahende Brexit, die heranziehenden Handelskriege der USA mit China und der EU und die damit einhergehende Gefährdung des weltweiten Wachstums sowie die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten in Italien mit einer Ansteckungsgefahr für die Eurozone.

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