Baustoffhändler: Schlank nach Insolvenz

Die mit Forderungen von rund 55 Millionen konfrontierte Quester Baustoff­handel GmbH bleibt mit zehn Niederlassungen am Markt, neun Standorte wurden geschlossen.

Bekanntlich wurde über das Vermögen der Quester Baustoffhandel GmbH Anfang November 2025 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien eröffnet. Nun fand die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt, informiert der KSV. Insgesamt haben bislang 674 Insolvenzgläubiger Forderungen in der Höhe von rd. EUR 55 Mio. zur Anmeldung gebracht. Vorerst hat der Insolvenzverwalter rd. EUR 12 Mio. als zu Recht bestehend anerkannt. Es ist davon auszugehen, dass bis zur Sanierungsplantagsatzung noch weitere Forderungen anerkannt werden.

Abschlankung wirkt positiv

„Der Fortbetrieb des Unternehmens verläuft positiv. Mangels Rentabilität mussten jedoch 9 Standorte geschlossen werden. Von der Schließung sind 64 Dienstnehmer betroffen“, so Tanja Schartel vom KSV1870. Erhalten bleiben zehn Outlets, fünf davon in Wien, vier in NÖ und eine Niederlassung in der Steiermark.
Bekanntlich bietet die Schuldnerin ihren Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20%, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme, an. Der Sanierungsplan soll durch den Einstieg eines Investors sowie aus dem operativen Betrieb finanziert werden. „Eine finale Entscheidung über einen potenziellen Einstieg auf Gesellschafterebene der Schuldnerin sollte bis zur Sanierungsplantagsatzung getroffen werden“, so Schartel vom KSV1870.