Betonlogistik am Anschlag

Zwei riesige Liebherr-Betomix 3.0-Anlagen samt doppeltem 600 m³ Hochsilo sichern den Betonnachschub im Bau des Brenner-Basis Tunnel samt richtiger Mischung.

Eine der größten – und auch teuersten – Bauphasen des Brenner-Basistunnels ist das Baugrundstück H51 „Pfons-Brenner“. Dort begannen die Bauarbeiten im Spätherbst 2018. Der Auftrag ging an ein Konsortium unter der Leitung der Porr Bau GmbH. Die ausgehobenen Tunnelröhren sind jeweils mit kunststoff- und stahlfaserverstärktem Spritzbeton gesichert. Die genaue Betonmischung wird an den Zustand des sich über die gesamte Länge ändernden Gesteins im Tunnel angepasst. Die Betonversorgung muss gut organisiert sein: Große Mengen müssen zuverlässig in einwandfreien Formulierungen mit eingemischten Fasern in die Rohre geliefert werden.

Für die Betonmischanlagen wählte Porr zwei Liebherr-Betomix 3.0-Anlagen. Diese kommen mit ihren beiden Zweiwellenmischern bis zu einer Leistung von ca. 240 m³ Frischbeton pro Stunde, so Liebherr. Das Lagervolumen für die Aggregate bei geringem Platzbedarf im Gelände wurde durch Liebherr-Hochsilos erreicht. In jedem der beiden Hochsilos können laut Herstellerangaben 600 m³ Sand und Kies in sieben Kammern gelagert werden. Zwölf Bindemittelsilos mit einer Kapazität von jeweils 100 Tonnen versorgen die beiden Werke mit den erforderlichen Zementsorten.

Der Bau für die Eisenbahnverbindung zwischen Österreich und Italien ist seit 2008 im Gange. Mit einer Länge von 64 km wird der Brenner-Basistunnel die längste U-Bahn-Verbindung der Welt sein. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben