Ziehl-Abegg wächst kräftig

Der Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg legte 2019 um 8,6 Prozent zu. Auch 2020 hat gut begonnen - bis Corona kam.

„Das Jahr 2019 ist ein gutes Jahr gewesen.“ Mit diesem Satz bringt Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl die Entwicklung im zurückliegenden Jahr beim Künzelsauer Elektromotoren- und Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg auf den Punkt. Der Umsatz ist von 583 Milionen Euro auf 633 Millionen Euro gestiegen. Boom-Regionen waren Asien, Europa und die USA. Auch das Jahr 2020 hatte gut begonnen – bis zur Corona-Krise.

Die Corona-Krise im laufenden Jahr hat viele Menschen in Heimarbeitsplätze getrieben. Dazu braucht es eine solide Netzinfrastruktur mit großen Rechenzentren – Ventilatoren von Ziehl-Abegg sind seit Jahren sowohl in Netzwerken als auch bei Rechenzentren zur Kühlung eingesetzt. „Das ist für uns ein wichtiger Markt, der weltweit rapide wächst“, betont Firmen-Chef Fenkl. Auch Versandhändler und Streaming-Anbieter benötigen große Rechenkapazitäten, was eine entsprechende Kühlung der Hardware voraussetzt.

Spezielle Ventilatoren für Krankenhäuser

Dass in großen Kliniken moderne Ventilatoren sowohl in Operationssälen als auch in Quarantäne-Stationen eingesetzt sind, ist im Zuge der Corona-Krise in China allgemeinhin bekannt geworden: Ziehl-Abegg hat für Krankenhäuser in Wuhan, Shandong und Shenzhen, die dort binnen weniger Tage aufgebaut worden sind, spezielle Ventilatoren geliefert. Auch in Italien und anderen Ländern hat das deutsche Unternehmen das Kernequipment für Unter- beziehungsweise Überdruck in Kliniken hergestellt.

Mitarbeiterzahl weltweit gestiegen

Mit dem Umsatzzuwachs hat sich auch die Mitarbeiterzahl positiv entwickelt: In Deutschland arbeiten 2.400 Menschen (Vorjahr: 2.250) für Ziehl-Abegg, weltweit sind es 4.300 Menschen (Vorjahr 4.100).

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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