Klimawandel killt Wohnqualität

Egal ob Stadt oder Land: Die Hälfte der Österreicher merkt negative Effekte auf die persönliche Wohnqualität – Ein Drittel hat bereits Maßnahmen gesetzt, das Ergebnis ist allerdings nicht immer so gut wie erhofft.

Der Klimawandel zieht Konsequenzen nach sich. Die damit einhergehenden Wetterphänomene haben nicht nur Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft, sondern auch auf das Wohnen. Das bestätigt eine aktuelle Trendumfrage von ImmoScout24.

Dass der Klimawandel zumindest teilweise negative Effekte auf die eigene Wohnqualität hat, davon ist jeder zweite Befragte (51 Prozent) überzeugt. Überdurchschnittlich beeinträchtigt fühlen sich dabei Personen, die zur Miete oder in Gemeindeimmobilien leben, aber auch jüngere Befragte. Was hingegen wenig Unterschied macht: ob die Befragten in Stadtlage oder am Land leben, denn in beiden Fällen werden die Auswirkungen des Klimawandels aufs Wohnen recht ähnlich erlebt. Die einzige Ausnahme: Wien. Hier fühlen sich überdurchschnittlich viele Personen beeinträchtigt.

Maßnahmen helfen nur teilweise

Rund ein Drittel der Österreicher (31 Prozent) hat daher Maßnahmen ergriffen, um die Wohnqualität zu verbessern. Investiert wurde vor allem in Kühlendes. So haben insgesamt 18 Prozent der Österreicher Rollläden oder Außenjalousien anbringen lassen, 13 Prozent haben Ventilatoren aufgestellt. Eine Klimaanlage wurde immerhin noch von jedem 20. Befragten installiert und 2 Prozent haben sogar die Fassade begrünt.

Einen besonders radikalen Schritt haben vier Prozent gesetzt: sie sind gleich in eine andere, besser ausgestattete Immobilie umgezogen. Der Wermutstropfen: Die Maßnahmen bringen offenbar nicht immer den gewünschten Effekt, denn 36 Prozent fühlen sich trotz der gesetzten Maßnahmen immer noch stark oder sehr stark in ihrer Wohnqualität eingeschränkt.

Über die Studie

Für die Studie „Nachhaltigkeit und Wohnen“ hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2020 für ImmobilienScout24 rund 500 Österreicher/innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

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