Bauwirtschaft befürchtet Trendumkehr

Die Stimmung der Wirtschaft im Euroraum wird deutlich pessimistischer. Auch die Aussichten der Bauindustrie sind eingetrübt.

Die Wirtschaftsaussichten der Euro-Zone sind so schlecht wie zuletzt vor vier Jahren. Im Juli sank der entsprechende Economic Sentiment Indicator (ESI) der Europäischen Kommission um insgesamt 0,6 auf 102,7 Punkte. Das entspricht etwa dem Stand von 2015. Der Rückgang in der Eurozone resultiert vor allem aus niedrigeren Vertrauensindikatoren in der Sachgütererzeugung, im Dienstleistungsbereich, im Einzelhandel und in der Bauwirtschaft, während der Vertrauensindikator unter den Verbrauchern leicht steigt.

Der Vertrauensindikator des Bauwesens sinkt dabei deutlich (-2,6 Punkte gegenüber Juni). Hier kommen nach unten korrigierte Beschäftigungspläne und negativere Beurteilungen der Auftragslage zum Tragen.

Auch die Konjunktureinschätzungen der österreichischen Bauunternehmen haben sich im Juli eingetrübt, die Erwartungen sind jedoch deutlich pessimistischer als die aktuelle Lage. Wenngleich es sich damit um die niedrigsten Werte seit November 2017 handle, zeuge das hohe Niveau des Index weiterhin von einer sehr positiven Grundstimmung, so das Wifo. Bei den Einzelindikatoren kam es speziell bei der abgefragten Bautätigkeit in den letzten drei Monaten zu einem Rückgang. Mit 42 Prozent der Nennungen bleibt der Arbeitskräftemangel wichtigstes Produktionshemmnis, gefolgt von ungünstigen Witterungsverhältnissen mit zehn Prozent.

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