a.zoppoth definitiv insolvent

Die Pleite des Kärntner Großinstallateurs zoppoth hat mehrere Ursachen – Bauvorhaben in Wien waren mitentscheidend.

Building Times berichtete es schon vor Weihnachten, am 3.Jänner wurde der Fall amtlich: Über das Vermögen der Firma a.zoppoth haustechnik gmbh aus Gundersheim (Kärnten) wurde am Landesgericht Klagenfurt ein Konkursverfahren eröffnet. Das Unternehmen mit Filialen in Villach, Klagenfurt und Wien hat Passiva von 10 Millionen Euro angehäuft, so der KSV. Betroffen von der Insolvenz sind rund 290 Gläubiger und 165 Dienstnehmer.

Stolperstein Wien

Wie viele andere Unternehmen aus den Bundesländern zuvor stolperte zoppoth auf dem Wiener Parkett: „Aufgrund der ungünstigen – dies auch konjunkturbedingt – Auftragslage hat man vermehrt Großaufträge in Wien angenommen, welche teilweise einen Leistungszeitraum von 2 bis 3 Jahren in Anspruch genommen haben. Insbesondere bei sechs Bauvorhaben ist es zu hohen Verlusten aufgrund von Kalkulationsfehlern, nicht verrechenbarer Mehraufwendungen sowie notwendiger Mängelbehebungen gekommen“, so das Unternehmen. Kurzum, man hat sich verkalkuliert, auch bei den erhöhten Personalkosten, die durch Wegzeiten und Entfernungszulagen angefallen.

Dazu kam ein Umsatzrückgang in der Service- und Wartungsabteilung in Kärnten. Dort ist der zuständige Bereichsleiter ausgeschieden und hat Servicemonteure und Kunden mitgenommen. Ergänzend dazu musste man in den vergangenen Jahren hohe Forderungsausfälle verkraften, so die Schuldnerin.
Eine Fortführung des Unternehmens ist geplant, der Sanierungsplan sieht 20 Prozent in 2 Raten binnen 2 Jahren vor. Um nicht erneut zu Scheitern wurde betriebsintern die Kalkulationsabteilung verbessert und das Controllingsystem neu aufgebaut, so der KSV.

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