Strahlendes Büro-Ambiente

Ein trendiges Lichtkonzept unterstützt die Architektur des Peek & Cloppenburg Bürotraktes im Haus der Wiener Kärntner Straße 27. Die Architektur hat Verborgenes freigelegt, die Beleuchtung setzt die Räume kreativ in Szene.

Das Eckhaus an der Wiener Kärntner Straße Nr. 27 ist ein traditionsreicher Bau. Errichtet im Jahr 1906 als Geschäftshaus zählte der Bau zu den ersten Eisenbeton-Skelettbauten in Wien. Geplant vom Architekten Johann Walland überzeugte das Gebäude mit der innovativen konstruktiven Lösung, den klaren räumlichen Strukturen und seine „moderne“ Organisation der Fassade. Adolf Loos hat das Haus damals als „das schönste neue Gebäude an der Kärntner Straße“ bezeichnet.

Lange Zeit bleib der künstlerische und bauhistorische Wert des Gebäudes unbeachtet, erst seit 2003 steht das Haus unter Denkmalschutz. Trotzdem blieb die Struktur weitgehend erhalten. 1970 wurden zwar vom Keller bis zum 1. Obergeschoss Zwischenebenen als Splitlevel-Geschoße eingezogen, sonst blieb das Haus in seiner Originalstruktur weitgehend erhalten.

Das Architekturbüro archineers Müller-Hartburg + Schwaighofer ZT GmbH hat im Zuge einer Generalsanierung anhand von Originalunterlagen die ursprüngliche Ordnung der Geschoße wiederhergestellt. Aus drei niedrigen, zu einander versetzten Halbgeschoßen wurden wieder zwei hohe durchgehende Vollgeschoße.

Die Fassade in den oberen Bereichen wurde von Restauratoren erneuert und instandgesetzt, damit die originale Oberflächenstruktur des gestockten Stahlbetons an der Fassade wieder zum Vorschein kommt. „In den zwei Geschäftsebenen wurde die Fassade neu gestaltet, die Logik und das Konzept der Gestaltung von damals – große Öffnungen zur Durchsicht – wurde beibehalten“, erklärt dazu der Architekt Joseph Schwaighofer. In den Bürogeschoßen wurde die ursprüngliche Logik – Stahlbetonskelettbau mit Leichtwänden als Trennwände – beibehalten. Untergebracht sind hier moderne Büroflächen mit offenen Kommunikationszonen und Treffpunkten, die beim Mieter Peek & Cloppenburg Designzone genannt werden. Tatsächlich macht das Projekt deutlich, dass Office-Architektur richtig Freude machen kann. Abseits vom klassischen Standardoffice hat Peek & Cloppenburg zwei Etagen Bürofläche in stilvoller Architektur ausgeführt und somit für die Mitarbeiter ein angenehmes Umfeld mit lockerer, kreativer Arbeitsatmosphäre geschaffen.

Licht unterstreicht Architektur

Für die Planung und Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes hat das Architekturbüro den oberösterreichischen Lichtspezialisten Molto Luce ausgewählt. Das Projekt P&C wurde vom Team der Niederlassung Wien ausgeführt. Die Aufgabenstellung war eindeutig formuliert und wie immer sollte die gewählte Beleuchtung das architektonische Konzept bestmöglich unterstreichen. Die durch helles Holz und weiche Teppichböden vermittelte warme Stimmung, die legere Arbeitsatmosphäre und die Förderung von kreativen Prozessen durch offene Strukturen und moderne Raumgliederung erforderte eine optisch minimalistisch anmutende Lichtlösung, die sich nicht in den Vordergrund rücken will und durch Schlichtheit und klares Design einem modernen Style entspricht. Funktionalität und Individualität wurden ebenso großgeschrieben.

Ein ausgewogenes Verhältnis von direkter und indirekter Beleuchtung zieht sich konsequent durch das gesamte Objekt. Der indirekte Lichtanteil bringt helle Akzente an der Decke mit sich, wodurch zusätzliche Atmosphäre geschaffen wird. Der Raum wirkt freundlich, offen und einladend.

Generell wurde für die Räumlichkeiten von Peek & Cloppenburg eine besonders warme Lichtfarbe von 2700K eingeplant. Weiche, runde, wohnliche Lichtstimmung kann auf diese Weise bestens vermittelt werden. Genau das stellt auch die Verbindung zur Textilwelt her, in der sich der Auftraggeber bewegt – warm, weich und angenehm in der Anmutung.

Minimierte Blendung

Im Eingangsbereich und den Allgemeinflächen gewährleistet das vielseitig einsetzbare und weltweit kleinste 2-Phasen-Schienensystem Volare eine maximal reduzierte und gleichzeitig besonders flexible Lichtlösung. Kombiniert wurde die Stromschiene mit Strahlern und Pendelleuchten der innovativen Trigga Serie. Diese trendige Leuchtenfamilie bringt gerichtetes Licht ins Spiel. Mit Bartenbach LFO Reflektoren ausgestattet, lassen sie das Licht genau dort leuchten, wo es benötigt wird und reduzieren die Lichtabstrahlung in alle anderen Richtungen, wodurch störende Blendung auf ein absolutes Minimum reduziert wird. Pendelleuchten der Serie Trigga sind bei den Hochtischen montiert, welche als Kommunikationstreffpunkte in diesem Bereich konzipiert sind.

Mit Trigga Spots, die auf der Schiene frei platziert werden können, wird die punktuelle und fokussierte Ausleuchtung von dekorativen Elementen an den Wänden, wie z.B. Bildern ermöglicht. Eine nachträgliche Anpassung der Beleuchtung an sich ändernde Bedingungen ist ohne großen Aufwand möglich – die Spots könnten entlang der Schiene einfach neu platziert werden. Zusätzlich kommen in diesem Bereich flexible LED-Bänder in Aluprofilen zum Einsatz, um eine Aufhellung der Raumdecke und auf diese Weise ein freundliches Gesamtbild zu gewährleisten.

Auch in den Büros wird das Konzept mit direktem/indirektem Licht fortgesetzt. Pendelleuchten der Serie Logout II laufen als klare Linie durch diesen Bereich. Der Direkt- und Indirektanteil ist getrennt schaltbar, was eine Anpassung an den tatsächlichen Lichtbedarf ermöglicht. Ergänzend sind für die Akzentuierung des Lichtbildes und perfekte Lichtverhältnisse an den Arbeitsplätzen einzelne Spots im Logout System
integriert.

Im Besprechungsraum bringt die multiple angeordnete Retro-Pendelleuchte „Anniversary“ mit ihrem Stil einen kreativen Industrial-Look mit ins Spiel. Darüber hinaus kommen Trigga-Einbaustrahler für gezielte Beleuchtung von Wandpostern oder Flipcharts zur Anwendung.

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