GBuilder am Start

Die finnische Wohnbau-Software GBuilder wird in Zukunft von einer österreichischen Niederlassung aus vertrieben werden. Mit österreichischen Firmen werden bereits Verträge abgeschlossen.

Derzeit nennt GBuilder als österreichische Referenzadresseden Startup-Hub weXelerate im Sofitel in der Wiener Praterstraße. Dort hat das Unternehmen im zweiten Batch eine Office-Adresse bekommen, während die Geschäftsadresse in der nordfinnischen Großstadt Oulu angesiedelt ist. Doch schon im ersten Quartal des kommenden Jahres will GBuilder eine österreichische Niederlassung mit österreichischen Mitarbeitern eröffnen, und jetzt werden die ersten Verträge mit österreichischen Firmen abgeschlossen.

„Es handelt sich bei den Unternehmen um einen Mix aus Bauunternehmen und Projektentwicklern, davon einige kleinere, die um die 50 bis 100 Wohneinheiten pro Jahr in und um Wien errichten. Darüber hinaus sind auch einige größere Unternehmen dabei, die auch in Deutschland und den CEE-Ländern tätig sind und auf mehrere tausend Wohneinheiten kommen“, kündigt Isabell Lohmann von der Agentur Fink an, die für GBuilder spricht.

Die Werbetrommel rühren die finnischen Österreicher jedenfalls bereits kräftig: Einerseits werden sie beim 8. Kongress der IG Lebenszyklus Bau („Künstliche Intelligenz als Treiber der digitalen Transformation“) am 14. November in der WKO vertreten sein, andererseits bei „Future: PropTech Vienna“ am 28. November in den Wiener Sofiensälen. GBuilder-Gründer und Bauunternehmer Harri Majala hat aus der Erkenntnis heraus, dass es in der Bauwirtschaft seit Jahrzehnten kaum Produktivitätssteigerungen, aber immer wieder Fehler gibt, nach einer Software gesucht, die nicht nur die Prozesse aller Beteiligten optimiert, sondern gleichzeitig auch dem Wohnungskäufer sein künftiges Zuhause erläutert und visualisiert, samt allen Ausstattungsdetails.

Als Majala nicht fündig wurde, entwickelte er selbst eine passende Software, nannte sie GBuilder – „Group Builder“ abgekürzt – und testete sie im und am eigenen Unternehmen Sonell Oy, angeblich einem der am schnellsten wachsenden Bauunternehmen Finnlands. Zumindest geht so die Firmen-Story.

Zum Einsatz von GBuilder braucht es entweder eine BIM-Datei oder eine maßstabsgetreue Planungsdatei (*.dwg, *.pdf) sowie Informationen darüber, welche Ausstattungskonfigurationen den Kunden angeboten werden sollen. Bis zu 90 Prozent der Wohnungskäufer kauften über diesen Weg Ausstattungs-Updates, sagt GBuilder.

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