Aufzüge – digital und smart

Vertikale, smart und nahe immer verfügbar, so sehen TÜV und Otis den Aufzug im Zeitalter der neuen urbanen Mobilität.

Die urbane Mobilität wird sich in den kommenden Jahren drastisch verändern. Das ist auch eine Chance für Aufzugshersteller, deren Produkte die Menschen in Zukunft nicht nur vertikal, sondern auch vermehrt horizontal befördern könnten. Das war eines der Themen des Fachgespräches „Urban Mobility – zwischen Visionen und Sicherheit“, bei dem Stefan Haas, CEO TÜV Austria und Roman Teichert, Geschäftsführer Otis Österreich auch einen Blick in die Zukunft der Aufzugsbranche gaben. Interessant für Aufzugshersteller sei die letzte Meile vom Gebäude zum Massentransportmittel, wie U-Bahn oder S-Bahn.

Aber auch in der Gegenwart werden Themen wie Digitalisierung, Datensammlung und Sensorik immer wichtiger. „Fakt ist, dass die neue Generation der Aufzüge smart sein wird“, erklärt Teichert, „und deren Verfügbarkeit in Richtung 100 Prozent geht.“ Ein wesentlicher Grund für diesen Technologiesprung in der Verfügbarkeit sei der Einsatz von viel mehr Sensorik, die die gewohnte Wartungsroutine obsolet macht. Prädiktive Wartung würde den Wartungsservice von Aufzügen und Fahrtreppen nachhaltig verändern. „Schon vor rund 20 Jahren hat Otis damit begonnen Condition Based Maintenance – also anlassbezogene Aufzugswartung zu betreiben“, erzählt Teichert. Bis heute war schlichtweg die Rechenleistung im Hintergrund nicht ausreichend, um all die gesammelten Daten auszuwerten. Haas ergänzt, dass die Auswertung von Daten durch Wartungsfirmen und Prüfinstitute zu verbesserter Sicherheit und Verfügbarkeit führen können, wenn die Daten zuverlässig sind und korrekt interpretiert werden. Prädiktive Wartung werde zudem einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit wegen des damit verbundenen geringeren Materialeinsatzes leisten. Die Sensoren in Aufzügen und Fahrtreppen könnten heute kleinste Unregelmäßigkeiten erkennen, bevor noch ein größerer Schaden auftritt.

„Die Stadt von morgen ist vernetzt, smart und effizient. Vieles funktioniert technologisch zwar schon heute, letztliche aber kommt es auf die Akzeptanz durch die Menschen an“, so Teichert. „Damit der Aufzug das sicherste Verkehrsmittel bleibt, müssen Hersteller, Betreiber und Prüforganisationen wie TÜV Austria aufgrund der Internetanbindungen und Datenströme der Anlagen zunehmend partnerschaftlich, neben dem Fokus auf die ‚Funktionale Sicherheit‘, vermehrt auch Aspekte der IT-Sicherheit berücksichtigen“, blickt Haas in die Zukunft.

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