30.000 Leuchtturmprojekte erradelt

Bilanz des Outdoor-Events für klimagerechtes Bauen und Sanieren: Beim passathon 2022 wurden Energievorbilder von 900 Teilnehmern mit dem Rad entdeckt.

Auf 27 Routenvorschlägen konnte die Bevölkerung 608 passathon-Leuchtturmobjekte in allen neun Bundesländern auf einer netto Gesamtradstrecke von 2.000 km mit 18.860 Höhenmetern über einen Zeitraum von sechs Monaten von 8. April bis 8. Oktober erkunden. Gleich 30.050-mal wurde davon beim heurigen Race For Furture Gebrauch gemacht, um 67 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im letzten Jahr.

Bundesländer müssen handeln

Die Leuchttürme beweisen laut Veranstalter, dass energieeffizientes Bauen und Sanieren auf höchstem Niveau wirtschaftlich ist. All diese Leuchttürme entsprechen der EU-Gebäuderichtlinie von 2010, gemäß der alle Neubauten in ganz Europa nur noch als sogenannte „Nahezu Nullenergiegebäude“, die ihren verbleibenden minimalen Energiebedarf zur Gänze aus erneuerbaren Energien am eigenen Grundstück erzeugen, errichtet werden dürfen. Doch davon sind laut Veranstalter die aktuellen Bauordnungen und Förderrichtlinien aller Bundesländer noch immer weit entfernt und handeln sich so EU-Strafzahlungen ein. Allein seit 2010 wurden 130 Millionen Quadratmeter Neubauten in Österreich errichtet, die dadurch einen Mehrverbrauch von 3,5 TWh Endenergie pro Jahr verursachen. Dies wiederum entspricht dem gesamten Gasverbrauch von Burgenland und Vorarlberg – und dies jährlich auf die nächsten 40 Jahre.

Fleißige Radler

Bereits im August schafften die beiden Erstplatzierten alle 608 passathon-Leuchttürme einzusammeln. Das Ehepaar Marina und Johann Kreusch-Kessler aus Vorarlberg besuchte alle Vorbilder gemeinsam. Am dritten Platz folgt Ihnen Markus Malzer aus Oberösterreich mit 411 gesammelten Leuchttürmen. Er ist nicht nur begeisterter Radler sondern arbeitet auch in einem der passathon Leuchttürme.