Mit Licht gegen Keime

UV-C-freie Hygiene-Lampen: Die Aurora Lichtwerke präsentierten die mit Nextsense entwickelte LED-Lampe Biovitae.

Das alleinige Allheilmittel gegen Bakterien und Pilze sind die Biovitae-Lampen nicht – aber eine Möglichkeit der Ergänzung. Anton Gschwändler (Csmo Aurora Lichtwerke), Klaus Meyer (Leiter der Entwicklung, Aurora Lichtwerke) und Philipp Novotny (wissenschaftlicher Berater F&E, Aurora Lichtwerke) präsentierten jetzt die Technologie, die in handelsüblichen LED-Lampen verbaut wird. Übrigens im eigenen Werk in der Nähe von München. Rund 300 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, auch Halogenlampen werden noch hergestellt. Lieferprobleme gibt es aufgrund des guten Lagerbestands aktuell keine.

„Unsere mikrobizide LED-Beleuchtung, die statt UV-C ein natürliches, weißes Licht aussendet, reduziert überall und jederzeit die Belastung durch Keime“, so Gschwändler. Die Technologie nutzt den blauvioletten Bereich des sichtbaren Lichts und arbeitet mit deutlich längeren Wellenlängen (400 bis 420 Nanometer) als herkömmliche UV-C-Lampen (254 Nanometer). Die Entwicklung ist vom Dflw zertifiziert und die Wirksamkeit gegen Keime von mehreren unabhängigen wissenschaftlichen Instituten, wie z.B. dem Institut für Mikrobiologie der deutschen Bundeswehr, bestätigt. Den sinnvollsten Einsatz sieht man in Krankenhäusern und Co., denn die Entkeimungsenergie geht auf Kosten der Energieeffizienz der Leuchtmittel. Hier erreicht zum Beispiel die klassische LED-Lampe nur Kategorie F, die Spots G.

Nachweise bzw. Studien zur Wirksamkeit gegen Viren laufen aktuell noch. Seit ungefähr eineinhalb Jahren ist die Technologie mittlerweile auf dem Markt, nur die Überprüfungen in Deutschland fehlten bis jetzt. „Der deutsche Markt wünscht sich eben deutsche Zertifikate“, so Geschwändler bei der Vorstellung im Justizcafé in Wien. Ab Mitte Oktober gibt es die Biovitae-Lampen im Fach- und Großhandel, zuvor wird die Entwicklung auch auf der Light + Building in Frankfurt vorgestellt.