Kampf gegen Extremniederschläge
Die iC group testet in Kärnten ein Frühwarnsystem für extreme Niederschläge und zeigt, wie datenbasierte Lösungen zur Risikominimierung beitragen können.
Starkregenereignisse treten in Österreich zunehmend häufiger und intensiver auf. Damit rückt der Umgang mit oberflächlich abfließendem Niederschlagswasser immer stärker in den Fokus von Gemeinden und Planer:innen. Lokale Überflutungen gefährden nicht nur Gebäude und technische Infrastruktur, sondern stellen auch hohe Anforderungen an die vorausschauende Planung neuer Bauvorhaben.
Drohnen ermöglichen hydraulische Simulation
Ein aktuelles Projekt in der Kärntner Gemeinde Ferlach zeigt, wie datenbasierte Analysen zur Risikominimierung beitragen können. Auf Grundlage von Drohnenüberflügen und hochaufgelösten Geländemodellen wurden dort von der flussbau iC hydraulische Simulationen durchgeführt, um den Oberflächenabfluss bei Starkregen realitätsnah abzubilden. Die Ergebnisse dienten als Basis für konkrete Maßnahmen wie Mulden-Rigolen-Systeme und offene Rinnen, die Wasser zwischenspeichern, versickern lassen oder kontrolliert ableiten. So konnte sowohl eine geplante Bauparzelle abgesichert als auch die bestehende Gemeindeinfrastruktur entlastet werden.
Oberflächenabfluss schon lange im Fokus
Aus Sicht der Fachplanung ist der Oberflächenabfluss längst kein Randthema mehr. Numerische 1D-, 2D- und 3D-Modelle, Gefahrenzonenpläne sowie Frühwarn- und Alarmsysteme ermöglichen es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen gezielt auszulegen. Vertreter:innen aus der Wasserwirtschaft betonen dabei die Bedeutung einer integrierten Betrachtung von Hydrologie, Topografie und Nutzung, um langfristig wirksame Lösungen zu erzielen.



