Pellets als Kostensenker im Heizungstausch
Neue Berechnungen von proPellets Austria zeigen deutliche Einsparungen beim Umstieg von Öl und Gas auf Pelletheizungen sowie einen Mehrwert für die regionale Wertschöpfung.
Der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf erneuerbare Alternativen wird weiterhin intensiv diskutiert. Aktuelle Berechnungen des Branchenverbands proPellets Austria zeigen, dass Haushalte, die vor rund fünf Jahren von Erdgas auf Pellets umgestellt haben, ihre Brennstoffkosten in diesem Zeitraum um knapp 11.000 Euro reduzieren konnten. Gegenüber Heizöl liegt die Einsparung demnach bei rund 7.200 Euro.
Vor allem Bestand profitiert
Besonders in Bestandsgebäuden gilt der Heizungstausch auf Pellets als vergleichsweise gut umsetzbar. In vielen Fällen können bestehende Heizkörper weiterverwendet werden, was den technischen Aufwand begrenzt. Laut Branchenangaben liegen die laufenden Brennstoffkosten dabei deutlich unter jenen von Öl- und Gasheizungen.
Neben den Effekten auf Haushaltsebene werden auch volkswirtschaftliche Aspekte hervorgehoben. Die in den Jahren 2024 und 2025 installierten Pelletheizungen sollen laut Verband eine regionale Wertschöpfung von über 1,5 Milliarden Euro ausgelöst und rund 65.000 Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Gewerbe gesichert haben. Demgegenüber stehen weiterhin hohe Ausgaben für Öl- und Gasimporte, die Österreich jährlich zweistellige Milliardenbeträge kosten.
Fördertopf noch gut gefüllt
Für einkommensschwächere Haushalte verweist der Verband auf die Bundesförderaktion „Sauber Heizen für Alle“. Diese ermöglicht einen vollständigen Ausstieg aus fossilen Heizsystemen mit Förderquoten von bis zu 100 Prozent. Nach Angaben aus der Branche sind dafür noch erhebliche Mittel verfügbar.
Auch 2025 setzen zahlreiche Haushalte auf Pellets: Rund 16.000 Anlagen wurden laut aktuellen Zahlen heuer neu installiert. Aus Sicht der Gebäudetechnik bleibt der Heizungstausch damit ein zentrales Instrument, um Energiekosten zu senken und gleichzeitig die Umstellung auf erneuerbare Wärmeversorgung voranzubringen.



